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22:37 05.02.2019
Sören Przybylski und Heike Radecker am Messestand dihrer Firma Laser-Tech aus Olbernhau. Quelle: Foto: André Kempner
Leipzig

Eine geballte Ladung Neuheiten an Werkzeugmaschinen, Fertigungs- und Automatisierungstechnik sowie Zulieferleistungen ist seit Dienstag wieder in Leipzig zu bestaunen. Für vier Tage locken 1324 Aussteller aus 31 Ländern zum Messedoppel Intec und Z. Vor allem die Kontaktpflege mit angestammten Kunden und die Hoffnung, neue Auftraggeber ins Boot zu holen, prägen die Erwartungen.

Dass diese durchaus in Leipzig Realität werden können, zeigt das Unternehmen Laser-Tech aus Olbernhau. „Wir hatten hier auf einer der früheren Messen einen neuen Kunden gewonnen, der uns gerade am Stand besucht hat“, freut sich Heike Radecker, die Chefin der Firma aus dem Erzgebirge, die sich vor allem um moderne Blechbearbeitung kümmert. Ob per Laser Metallteile ausschneiden oder dies per Stanzen tun, oder sie abkanten oder schweißen – „all das haben wir auf dem Kasten“, sagt die 46-jährige Betriebswirtin. Sie hat die Laser-Tech, die ihr Vater Heinz Zickmantel 1996 gründete und mit 15 Mitarbeitern startete, deutlich nach vorn gebracht. Heute hat die Firma 55 Beschäftigte. Aus der einen Million DM Umsatz im ersten Jahr wurden inzwischen 7,3 Millionen Euro. „Seit 2011 erzielten wir jedes Jahr eine Million Euro mehr“, freut sich die Geschäftsführerin.

Die Messe Intec und Z beginnt in Leipzig.

Das ist bei der Havlat Präzisionstechnik aus Zittau ähnlich. „Natürlich sind wir in der Gewinnzone“, strahlt Gesellschafter und Prokurist David Havlat. Auch bei ihm rief der Vater das Unternehmen ins Leben. „Das war 1980. Damals begann mein Vater Konrad als Ein-Mann-Handwerksbetrieb in der Garage.“ Seitdem seien 70 Millionen Euro investiert worden. „Jetzt beschäftigen wir 250 Mitarbeiter“, sagt der 28-jährige Maschinenbauingenieur. „Wir fertigen Präzisionsbauteile für den Werkzeugmaschinenbau, sind spezialisiert auf Dreh-, Fräs- und Schleiftechnologie sowie Baugruppenmontage“, erklärt Vertriebschef Rico Dähnert (35). Laut Havlat liegen die Erlöse bei 24 Millionen Euro (2017: 20,3 Millionen). 100 Kunden hat die Firma europaweit. Und derzeit würden 13,4 Millionen Euro in den Standort Zittau investiert.

„Uns geht es gut“, meint denn auch Jens Wunderlich, Vertriebsleiter von Profiroll Bad Düben und verweist auf das Motto seines Unternehmens, das auf der Intec zu lesen ist: „Maschinen, Werkzeuge, Verfahren aus einer Hand“. 400 Mitarbeiter fertigen für Kunden – vor allem in der Bauindustrie – in aller Welt Anlagen und Werkzeuge zum Kaltwalzen von Profilen. „70 Prozent beträgt unser Exportanteil“, so der 52-Jährige. Der Umsatz liege bei 60 Millionen Euro jährlich, seit Langem sei der Ertrag positiv.

Von ULRICH LANGER

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