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Wirtschaft Regional Spreadshirt knackt die 100-Millionen-Euro-Marke
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20:42 08.05.2018
Spreadshirt-Zentrale in Leipzig-Plagwitz Quelle: Spreadshirt
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Leipzig

Spreadshirt-Chef Philip Rooke hält Wort. „2017 wollen wir die Umsatzgrenze von 100 Millionen Euro knacken“, hatte er vor einem Jahr angekündigt. Jetzt kann der gebürtige Brite, der seit 2011 an der Spitze des Leipziger T-Shirt-Bedruckers steht, Vollzug melden: Mit 107 Millionen Euro wurde die angepeilte Marke sogar deutlich übersprungen.

Das waren am Ende sogar fast 15 Prozent mehr als 2016. Damals war mit 93 Millionen Euro Umsatz schon das bisher beste Jahr der Firmengeschichte verbucht worden. Beim Wachstum konnte Spreadshirt jetzt sogar noch zulegen: 2016 hatte das Plus nur neun Prozent betragen.

Besonders gut lief es auf dem Heimatmarkt: Im deutschsprachigen Raum zog der Umsatz sogar um 20 Prozent auf 46 Millionen Euro an. Damit entfällt fast die Hälfte des gesamten Geschäfts auf Deutschland, Österreich und die Schweiz. „2017 war bisher mein Lieblingsjahr bei Spreadshirt“, sagte Rooke. „Während unsere Wettbewerber zu kämpfen hatten, konnten wir einen Rekordgewinn erzielen und in Europa die Marktführerschaft ausbauen.“

Wachstumskurs soll 2018 weitergehen

Daran will der 50-Jährige auch im neuen Jahr anknüpfen. „Wir sind entschlossen, diese Erfolge 2018 fortzusetzen und unseren Marktanteil weiter zu steigern.“

Erstmals in der Firmengeschichte nannte das Unternehmen auch den Gewinn – und der lag auf Rekordniveau. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen seien es 8,2 Millionen gewesen. Das sei der höchste Gewinn gewesen, der je erzielt wurde, hieß es. Bisher hatte das Unternehmen immer nur den Umsatz genannt, zum Gewinn keine genauen Angaben gemacht. Rooke hatte zuletzt aber gesagt: „Seit 2010 sind wir profitabel.“

Insgesamt 4,8 Millionen bedruckte Produkte wurde 2018 verschickt. Geliefert wurden sie in 166 Länder. Zweitwichtigster Mark hinter dem deutschsprachigen Raum blieben die USA mit 24 Millionen Euro Umsatz. Vor einem Jahr waren es dort allerdings damaligen Angaben zufolge noch fast 33 Millionen Euro gewesen.

Rooke zeigte sich dennoch zufrieden: „Das für 2017 ausgegebene strategische Ziel der Konzentration auf den umkämpften US-Markt hat sich bewährt. Was in den USA funktioniert, bringt uns auch in Europa und im Rest der Welt voran.“

T-Shirt sind weiter der Renner

Spreadshirt wurde im Jahr 2002 von zwei Hochschul-Absolventen in Leipzig gegründet. Die Idee: Per Internet kann jeder individuell bedruckte Kleidungsstücke bestellen, die dann per Post ins Haus kommen. T-Shirts, mit denen es angefangen hatte, sind auch 16 Jahre später nach wie vor das wichtigste Produkt. Bedruckt werden aber auch Kapuzenjacken, Stoffbeutel, Kaffeetassen, Baby-Lätzchen, Basecaps oder Handy­cover.

Inzwischen hat Spreadshirt weltweit 750 Mitarbeiter, davon rund 250 in Leipzig. Hier hat Spreadshirt im Stadtteil Plagwitz seine Zentrale und auch eine kleine Produktion, die aber zwischenzeitlich schon auf der Kippe stand. Das Gros der Fertigung entfällt auf die vier Auslands-Werke im tschechischen Krupka (bei Teplice), im polnischen Legnica und den beiden US-Standorten Greensburg im Bundesstaat Pennsylvania und Las Vegas in Nevada.

Von Frank Johannsen

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