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Wirtschaft Regional Streikdrohung am Frankfurter Airport - Flüge am Abend fallen aus
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10:52 16.02.2012
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Der Konflikt werde auf dem Rücken der Passagiere ausgetragen, bemängelten Sprecher der beiden Unternehmen. "Wir hoffen, dass ein Großteil des Flugverkehrs Richtung Leipzig und Dresden aufrecht erhalten werden kann", sagte Lufthansa-Sprecher Wolfgang Weber auf Anfrage von LVZ-Online.

Am Morgen habe es in Leipzig keine Einschränkungen gegeben, hieß es beim Leipziger Airport. Planmäßig sollten nach Dresden und Leipzig im Laufe des Tages noch je drei Flüge starten, sagte Weber. Insgesamt sei davon auszugehen, dass mehrere hundert Plätze für die Hin- und Rückflüge gebucht seien. Weber berichtete von Bemühungen am Frankfurter Luftdrehkreuz, mit einer Ersatzmannschaft für die Streikenden die Auswirkungen für die Passagiere gering zu halten. "Das wird sicher nicht komplett gelingen. Aber wir sind zuversichtlich, dass etwa zwei Drittel der Verbindungen gehalten werden", so Weber. Den Reisenden empfiehlt er, via Internet den aktuellen Stand abzufragen.

Wie Robert Hesse vom Flughafen Leipzig/Halle am Abend mitteilte, waren am Donnerstag nur zwei sogenannte Umläufe von den Streiks betroffen. Da der Flieger von Frankfurt am Nachmittag verspätet in Leipzig eintraf, verzögerte sich auch der Rückflug in die Main-Metropole. Auf Grund der Verspätungen werden sowohl der Hin- als auch der Rückflug am Abend entfallen.

Für den Freitag sei der Flugbetrieb ganz normal geplant, so Hesse. Inwieweit sich die angekündigten Streiks auf den Flugbetrieb auswirken, wird sich erst noch zeigen zeigen.

Dresdner Airport: Zwei Flieger fallen aus

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Schon jetzt ist klar, dass der Flugverkehr auf dem Airport Dresden betroffen ist. Bislang seien zwei Flüge am Donnerstag gestrichen, teilte Flughafen-Sprecher Christian Adler auf Anfrage von DNN-Online mit. Der Lufthansa-Flug LH 212 aus Frankfurt (planmäßige Ankunft 16:25 Uhr) und der Rückflug LH 217 nach Frankfurt (planmäßiger Start 17:10 Uhr) fallen aus. „Darüber hinaus müssen wir abwarten, wie sich die Lage in Frankfurt entwickelt", so Adler.

Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) hatte am Morgen gedroht, den Streik am größten deutschen Flughafen auf Freitag ausdehnen. „Falls es kein Einsehen gibt, werden wir am Freitag von 8 bis 22 Uhr die Arbeit niederlegen“, sagte GdF-Sprecher Matthias Maas. Fraport behält sich vor, rechtliche Schritte zu prüfen. Das Unternehmen könnte versuchen, den Ausstand mit einer einstweiligen Verfügung zu stoppen, hieß es am Donnerstag.

Rund 200 Beschäftigte, die als Verkehrsdisponenten, Vorfeldlotsen oder Flugzeug-Einweiser arbeiten, wollen am Donnerstag in Frankfurt ab 15 Uhr streiken. Sie wollen damit ein deutlich höheres Einkommen und bessere Arbeitsbedingungen erzwingen. Der Streik soll sieben Stunden dauern. Der Fraport-Sprecher kritisierte die Forderungen der GdF als unverhältnismäßig hoch.

Was ein mehrstündiger Ausstand den Flughafen kosten könnte, lässt sich dem Sprecher zufolge derzeit nicht genau beziffern. Ausfälle wegen der Vulkan-Aschewolke aus Island hätten damals mit rund fünf Millionen Euro täglich zu Buche geschlagen.

dpa /lyn/ttr/joka

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