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Strompreis steigt in der Region Leipzig offenbar im Schnitt um 140 Euro pro Jahr

Strompreis steigt in der Region Leipzig offenbar im Schnitt um 140 Euro pro Jahr

Der Strompreis in der Region Leipzig steigt deutlich. Nach LVZ-Informationen heben die Stadtwerke Leipzig mit ihren 280.000 Privatkunden den Preis je Kilowattstunde um mehr als drei Cent an.

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Nach LVZ-Informationen heben die Stadtwerke Leipzig mit ihren 280.000 Privatkunden den Preis je Kilowattstunde um mehr als drei Cent an.

Quelle: Volkmar Heinz

Leipzig. Die Aufschläge der anderen Versorger dürften sich in ähnlicher Größenordnung bewegen. Die Erhöhung wird mit den Kosten der Energiewende begründet, die am Freitag Thema eines Gipfeltreffens im Bundeskanzleramt war.

Der Preis pro Kilowattstunde wird im kommenden Jahr von derzeit rund 20 Cent auf etwa 24 Cent in die Höhe schnellen. Denn zu den gut drei Cent kommt noch die Mehrwertsteuer oben drauf. Für den durchschnittlichen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden macht das im Jahr zusätzlich rund 140 Euro aus. Die exakten Zahlen hängen vom persönlichen Verbrauchsverhalten und dem Stromvertrag ab.

Grund für die Verteuerung ist der politisch gewollte Ausstieg aus der Atomenergie nach dem Reaktorunglück im japanischen Fukushima. So steigt die Ökostrom-Umlage zum Jahreswechsel um rund 50 Prozent. Mit dem bundesweiten Aufkommen in Höhe von rund 20 Milliarden Euro wird die Einspeisung von erneuerbaren Energien mit ihren garantierten Vergütungs-sätzen finanziert. Zudem steigen die Netzentgelte - sie machen gut 20 Prozent der Stromrechnung aus - zumeist im zweistelligen Prozentbereich. Hinzu kommen die Absicherung neuer Stromleitungen für Offshore-Windparks auf hoher See sowie der Rabatt, den energieintensive Unternehmen  bei der Ökostrom-Umlage erhalten.

EnviaM: Erhöhung der Ökostrom-Umlage ist „fatales Signal“

Das alles zahlt der Verbraucher. Carl-Ernst Giesting, Vorstandschef des führenden ostdeutschen Energieversorgers EnviaM (1,5 Millionen Kunden), kritisierte am Freitag die geplante Erhöhung der Ökostrom-Umlage als „fatales Signal“ an die Verbraucher. „Gerade die Menschen in Ostdeutschland sind von den Mehrkosten besonders betroffen, weil sie im Durchschnitt über ein deutlich geringeres Einkommen verfügen als die Bewohner in anderen Regionen.“

Nach einem Gipfeltreffen am Freitag im Kanzleramt versicherten Bund und Länder, die  Energiewende gemeinsam voranzubringen. „Wir wollen alle, dass die  Energiewende gelingt“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Sachsen setzt dabei weiter auf heimische Braunkohle als sogenannte -Brückentechnologie.  „Braunkohle ist verfügbar und wirtschaftlich konkurrenzfähig“, sagte Regierungschef Stanislaw Tillich (CDU) im Anschluss an das Treffen. „Braunkohle sichert nicht nur heimische Arbeitsplätze, sondern sorgt auch dafür, dass Strom bezahlbar bleibt.“

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Ulrich Milde / Jürgen Kochinke

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