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Veolia-Tochter schließt mit Mitarbeitern Einzelverträge über Lohnerhöhungen ab

Veolia-Tochter schließt mit Mitarbeitern Einzelverträge über Lohnerhöhungen ab

Als Reaktion auf den Dauerkonflikt mit der Lokführergewerkschaft schließt die Mitteldeutsche Regiobahn (MRB) jetzt mit ihren Mitarbeitern Einzelverträge über Lohnerhöhungen ab.

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Quelle: dpa

Leipzig. „Mit diesem Schritt möchten wir die Tarifauseinandersetzung endlich beenden“, sagte Dirk Bartels, Chef der Veolia-Tochter MRB, am Freitag auf Nachfrage der Leipziger Volkszeitung (Wochenendausgabe). Die GDL will als Reaktion darauf künftig ohne große Vorwarnung streiken. 

„85 Prozent unserer Belegschaft haben uns signalisiert, dass sie das Angebot annehmen und damit den Arbeitskampf beenden wollen.“ Bartels habe sich zu diesem Schritt entschlossen, weil mit der Gewerkschaft GDL keine Verhandlungen ohne Vorbedingungen möglich seien.

Er führe bereits erste Gespräche zu den Einkommensverbesserungen. Bei MRB würden rund 70 Lokführer und ebenso viele Kundenbetreuer arbeiten. „Es wurden bereits die ersten Ergänzungen zum Arbeitsvertrag unterzeichnet. Ab Juni haben die Kollegen dann das Lohnplus auf dem Konto“, so Bartels. Die Lohnsteigerungen lägen bei Lokführern im Schnitt bei zwölf Prozent und bei Kundenbetreuern bei 20 Prozent. Gezahlt werde aufgrund des fehlenden neuen Tarifvertrages in Form von übertariflichen Zulagen.

GDL-Chef Claus Weselsky geht davon aus, „dass der überwiegende Teil der MRB-Mitarbeiter nicht unterzeichnen wird. Und wenn doch, werden sie dennoch weiter streiken“, sagte er dieser Zeitung. Er halte das Vorgehen für „unsauber“ gegenüber den Beschäftigten, da die Veolia-Tochter die Zulagen jederzeit wieder streichen könne.

Bartels widersprach dem: „Die so genannten Nebenabreden werden Bestandteil des Arbeitsvertrages und sind nicht ohne Weiteres getrennt widerrufbar.“

Neben der Unterzeichnung der Einzelvereinbarungen habe MRB dem Betriebsrat angeboten, nahezu alle anderen Forderungen der GDL in einer Betriebsvereinbarung festzuzurren, sagte Bartels weiter. Als Beispiele nannte er die Weiterbeschäftigung von Mitarbeitern, die unverschuldet keinen Zug mehr fahren dürfen. „Aus unserer Sicht besteht damit kein Grund mehr für eine Fortführung des Streiks. Wir gehen davon aus, dass jeder Mitarbeiter, der unterschreibt, dies in dem Bewusstsein tut, dass der Arbeitskampf damit beendet wird. Das ist auch eine Frage des Vertrauens.“

Weselsky kündigte an, den Arbeitskampf zu verschärfen. Die GDL wolle neue Streiks künftig nicht mehr zwölf Stunden im Voraus ankündigen, sondern mit einer weitaus kürzeren Frist. Dies gelte neben Veolia auch für andere Privatbahnen, die sich dem Branchentarifvertrag bislang verweigern würden.

Andreas Dunte

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