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Wirtschaft Regional Verbaler Schlagabtausch: Existenzgründer beim ersten Leipziger Pitchboxing-Abend
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23:59 09.11.2014
Wie beim richtigen Boxen: Der Ringrichter verkündet das Urteil. So ging's beim ersten Pitchboxing-Abend zu. Quelle: Christian Modla

In einem Boxring standen sich die Teilnehmer im direkten verbalen Schlagabtausch gegenüber und hatten jeweils eine Minute Zeit, um ihr Unternehmenskonzept vor einer Fachjury und dem Publikum zu präsentieren.

Der Boxring biete die perfekte Analogie zu den Herausforderungen eines sogenannten Start-Ups oder Existenzgründungsunternehmens, erläuterte Mitorganisator James Parsons vom ICC Sprachinstitut. "Start-Ups kämpfen, um auf den Markt zu kommen, um Investoren auf ihre Seite zu ziehen, um Aufmerksamkeit für ihre Produkte zu erzeugen, um gegen die Konkurrenz zu bestehen."

In bis zu fünf Runden mussten sich die Pitchboxer den Fragen der Konkurrenz, der Jury und des Publikums stellen - auf Englisch und auf Deutsch. Mit starken und knappen Argumenten versuchten die potenziellen Unternehmen, sich durchzuboxen.

Die Veranstalter - Anwältin Anette Ehlers und das ICC Sprachinstitut - hatten sich selbst bei den Details große Mühe gegeben. Gedämpftes Licht, Rauchschwaden, die Eingangsmusik zum Boxfilm "Rocky" - so machten sie aus der Büroetage in der Nikolaistraße 47 vorübergehend einen Kampfsport-Saal. Mit einem "Applausometer" entschieden die Gäste in den ersten Runden, welches Konzept gewinnt. Bei Unterschieden sowie im Finale gab die Jury ein Votum ab. Die allgemeine Nützlichkeit, das Marktpotenzial sowie die Präsentation der K.o.-Argumente waren ausschlaggebend für deren Entscheidung.

Der etwa zweistündige Präsentationswettbewerb bot nicht nur gute Unterhaltung, sondern auch die günstige Gelegenheit, Netzwerke zu knüpfen. Mehr als 100 geladene Gäste aus der Wirtschaft waren zugegen, darunter auch einige Millionäre und Privatinvestoren aus der Region.

Sieger des Abends wurde der Leipziger Lars Winkler. Der geschäftsführende Gesellschafter überzeugte die Jury mit seiner Firma BoMaBi GmbH, die Ausmalspaß für Kinder vermarktet. Winklers letzter Appell an die möglichen Investoren im Publikum: "Das Baby ist geboren, das Baby kann laufen, jetzt muss es nur ins Laufen kommen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.11.2014

Brown, Krysta

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