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Wirtschaft Regional Verbraucherzentrale Sachsen wirft Banken Versäumnisse vor
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22:39 05.11.2015
Symbolbild Quelle: dpa
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Leipzig

Die Verbraucherzentrale Sachsen hat bei Banken und Sparkassen in puncto Aufklärung zu Dispokrediten im Internet Versäumnisse ausgemacht. Als Grundlage für diese Erkenntnisse führt die Organisation eine Sonderuntersuchung im Rahmen des Projektes „Marktwächter Finanzen“ an.

Insbesondere die Angaben, die die Unternehmen zu den Krediten im Netz veröffentlichen, wie sie sich von den Kunden finden lassen und wie verständlich sie sind, wurden unter die Lupe genommen. Die meisten Banken und Sparkassen veröffentlichten zwar die Höhe des Sollzinssatzes im Internet, hieß es. Wo sich die Infos genau finden ließen, variiere aber stark je nach Unternehmen.

„Verbraucher müssen auf den Seiten der Anbieter intensiv suchen, um elementare Informationen zu Dispositionskrediten zu finden“, erklärte Carmen Friedrich, Leiterin der Sonderuntersuchung. In diesem Punkt schlossen insbesondere die Genossenschaftsbanken schlechter ab als zum Beispiel die Sparkassen.

"Regeln oft unverständlich, ungenau oder beliebig"

Bei nur zehn Prozent der Konten fanden sich Daten zu den genauen Terminen, wann Zinsanpassungen vorgenommen werden. Konkrete Regeln zu den Umständen von Sollzinsanpassungen wiesen nur ein Fünftel der Konten auf. Die Verbrauchzentrale monierte auch, dass die Regeln oft unverständlich, ungenau oder beliebig seien.

Verbraucher müssten aber die Höhe des Sollzinssatzes und seine Veränderungen nachvollziehen können, forderte Dorothea Mohn vom Bundesverband der Verbraucherzentralen. Nur so könnten sie den Dispositionsrahmen bewusst nutzen und die Konditionen für den Kredit zum Entscheidungskriterium werden. „Von einer Preistransparenz beim Dispokredit sind wir aktuell weit entfernt, deshalb brauchen wir hierzu konkrete gesetzliche Regelungen“, so Mohn abschließend.

boh

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