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Versandunternehmen in Sachsen rüsten sich fürs Weihnachtsgeschäft

Versandunternehmen in Sachsen rüsten sich fürs Weihnachtsgeschäft

Vorweihnachtszeit ist Shoppingzeit: Viele Menschen kaufen in diesen Wochen des Jahres ihre Geschenke - auch im Internet. Für den jährlichen Ansturm treffen Sachsens Versandunternehmen schon jetzt Vorkehrungen.

Hochbetrieb herrscht kurz vor Weihnachten im Amazon Logistikzentrum in Leipzig (Sachsen)

Quelle: dpa

Leipzig. Sachsens Versandunternehmen bereiten sich auf das Weihnachtsgeschäft vor. Die Firmen rechnen in der Adventszeit mit einem starken Anstieg an Bestellungen und Aufträgen. Um sich dafür zu wappnen, verfolgen sie unterschiedliche Strategien.

Platzhirsch Amazon hat am Standort Leipzig schon im September begonnen, die Regale aufzufüllen und mehr Produkte einzulagern, wie ein Sprecher mitteilte. Zudem will das Unternehmen hier während der Vorweihnachtszeit 1800 Saisonkräfte befristet einstellen. Sie sollen zwei Tage geschult werden, bevor sie die Arbeit im Lager aufnehmen.

Im Weihnachtsgeschäft würden die Schichten teils verlängert, hieß es. Mitarbeiter könnten sich zudem freiwillig für Überstunden melden. Urlaub sollten die Beschäftigten möglichst außerhalb des vierten Quartals nehmen.

Der T-Shirt-Versandhändler Spreadshirt hingegen holt an seinem Hauptsitz Leipzig nach eigenen Angaben kaum Mitarbeiter befristet an Bord. Zum Großteil werde das zunächst für Weihnachten eingestellte Personal später weiter beschäftigt, teilte eine Sprecherin mit. Die Personalabteilung bereite schon seit September die nötigen Stellenausschreibungen vor.

Bei Spreadshirt können Kunden unter anderem individuell bedruckte T-Shirts bestellen. «Weltweit und natürlich auch auf dem deutschen Markt ist das vierte Quartal mit Abstand unser stärkstes und wichtigstes Quartal», erklärt Hugo Smoter, Manager für Werbung.

Für Kundenservice-Mitarbeiter verhänge Spreadshirt vor Weihnachten eine Urlaubssperre, hieß es. Außerdem sind die Telefonanlagen zwei Stunden länger besetzt als gewöhnlich. Erstmals setzt das Unternehmen in diesem Jahr zusätzlich auf einen externen Service-Anbieter. Dessen Angestellte sollen auf typische Fragen wie «Wo bleibt meine Bestellung?» und «Welche Größe muss ich bestellen?» antworten.

Später als bei anderen Internethändlern beginnt das Weihnachtsgeschäft bei Momox. Das Unternehmen mit eigenem Logistikstandort in Leipzig kauft unter anderem gebrauchte Bücher, DVDs und Kleidung an und vertreibt sie weiter. Am meisten zu tun gibt es für die 700 Mitarbeiter dort in der Zeit zwischen 25. Dezember und 31. Januar, wie eine Sprecherin mitteilte. Dann sei das Ankaufsvolumen am höchsten. Befristete Anstellungen gebe es generell nicht. Aber die Mitarbeiter stellten sich rund um Weihnachten auf mehr Arbeit ein.

Was der Paketdienst DHL für das Weihnachtsgeschäft plant, wollte eine Sprecherin zunächst nicht sagen. Informationen dazu würden erst Anfang November herausgegeben. Das Postunternehmen betreibt am Flughafen Leipzig ein Logistikdrehkreuz mit mehr als 3500 Mitarbeitern. Im vergangenen Jahr hatte die Post Tausende Aushilfskräfte vorübergehend eingestellt.

LVZ

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