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Wirtschaft Regional Vom Handy zum Auto: Globalfoundries steigt in Auto-Chip-Produktion ein
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17:32 09.04.2018
Das Werksgelände des Chiphersteller Globalfoundries in Dresden. Quelle: dpa
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Dresden

Der sächsische Chiphersteller Globalfoundries (GF) baut seine Produktpalette aus und produziert künftig neben Chips etwa für Smartphones und Computer auch solche für die Automobilindustrie. "Wir gehen davon aus, dass Chips aus dem Dresdner Globalfoundries Werk in einem Jahr auf Straßen in aller Welt rollen werden", sagte der für den Automotive zuständige Manager Oliver Aubel am Montag in Dresden. Zu den ersten Produkten sollen GPS Sensoren und Chips für die Video-Übertragung im Auto gehören.

Das Dresdner Werk habe mit dem IATF (International Automotive Task Force) nun die wichtige Zertifizierung für die Chipherstellung im Automobilbereich erhalten. Das sei ein Meilenstein, so Aubel. Man beginne derzeit, das Werk völlig umzustellen. Die Weichenstellung soll den Standort für die Zukunft langfristig stabilisieren.

Umsatzwachstum bis 2024

Das Wachstum in dem Bereich sei immens, zeigte sich Aubel überzeugt. Bis 2024 erwartet das Unternehmen im Bereich "automotive" einen Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich. Nachdem der Computermarkt nicht weiter wachse, sieht das Unternehmen hier einen neuen Absatzmarkt. Außerdem gewinne man dadurch an Relevanz für die Industrie in Deutschland und Europa, zu deren Kern die Automobilindustrie gehört.

Die Herstellung von Chips für den Automobilbereich stelle die Firma vor neue Herausforderungen, so Aubel am Montag weiter. So müssten beispielsweise in Automobilen verwendete Chips viel stärkeren Temperaturen standhalten als Chips in Smartphones. Keine Äußerungen wollte GF machen, welche Folgen die Produktion von Chips für den Automobilbereich für die Mitarbeiter vor Ort hat.

Maskenhaus verlängert

Parallel dazu gaben GF und das Unternehmen Toppan Photomasks (TPI) am Montag eine mehrjährige Verlängerung ihres Joint Ventures Advanced Mask Technology Center bekannt. Das 2002 eröffnete Maskenhaus versorgt die Werke von GF in Dresden, Malta und Singapur mit hochwertigen Produktions- und Entwicklungsmasken. Photomasken sind eine der wichtigsten Komponenten der Chipherstellung. Fortan soll es um die Entwicklung von Masken für immer kleinere Formate gehen.

Globalfoundries hatte 2017 weltweit 18.000 Mitarbeiter, davon rund 3500 im sächsischen Dresden. Der Umsatz lag 2016 für den Standort Dresden bei 1,3 Milliarden Euro.

LVZ

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