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Vorstand stärkt Dirschka den Rücken

Vorstand stärkt Dirschka den Rücken

Führungsspitze der Leipziger Handwerkerschaft kritisiert Angriff auf Präsidenten: Im Streit um den Führungsstil des Leipziger Handwerkskammerpräsidenten hat sich am Mittwoch der Vorstand hinter Joachim Dirschka gestellt.

Leipzig. "Er genießt bei uns absolutes Vertrauen", sagte Vorstandsmitglied Ralf Peukert dieser Zeitung. Die Kritik sei ungerechtfertigt.

Peukert bestätigte zwar, dass es im Dezember einen Antrag gegeben habe, ein Misstrauensvotum gegen Dirschka auf die Tagesordnung der Vollversammlung zu bringen. Das sei aber mehrheitlich abgelehnt worden. "Trotzdem gibt es keinen Riss im Leipziger Handwerk", sagte Peukert weiter.

Die ehemalige Vizepräsidentin Gabriele Gromke und Vorstandsmitglied Matthias Forßbohm hatten den Führungsstil des Kammerpräsidenten als "diktatorisch" bezeichnet. Dirschka soll angeblich seinen Favoriten als Nachfolger für Hauptgeschäftsführerin Sigrid Zimmermann durchgesetzt haben. Die alten Obermeister Sachsens hatten in einem Brief auch deswegen den Rücktritt des Leipziger Handwerkskammerpräsidenten gefordert.

Sowohl die Arbeitnehmer- als auch die Arbeitgeberseite stellten sich gestern erneut demonstrativ hinter den bis 2011 amtierenden Kammerpräsidenten. "Wir sehen keinen Grund für einen Rücktritt", sagte Gabriele Müller, Vizepräsidentin der Handwerkskammer und Betriebsratsvorsitzende der Mercedes-Benz-Niederlassung Leipzig. Beschlüsse der Gremien in der Kammer seien demokratisch gefasst worden. "Handwerker haben ihren Stolz und lassen sich nicht vorschreiben, wie sie entscheiden sollen", sagte Vorstandsmitglied Peter Wentzlaff. Er wertete die Kritik als persönlichen Rachefeldzug von Bauunternnehmer Matthias Forßbohm. Dieser habe selbst den Wunsch geäußert, das Amt des Kammerpräsidenten zu übernehmen. "Das ging ihm nicht schnell genug." Ralf Scheel, Kreishandwerksmeister Nordsachsen und Mitglied der Vollversammlung, dem höchsten Gremium der Handwerkskammer. sagte: "Forßbohm will sich an die Macht putschen."

Für Dirschka kommt derzeit ein Rücktritt nicht in Frage. "Ich bin nahezu einstimmig gewählt worden", sagte er. Ende des Jahres wolle er den Staffelstab im Sächsischen Handwerkstag übergeben. Sein Amt als Leipziger Handwerkskammerpräsident wolle er bis Mitte 2011 ausüben.

Anwärter auf den Posten als neuer Geschäftsführer ist nach Angaben verschiedener Vorstandsmitglieder Reinhard Schröter, Vize-Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau. Er wurde mehrheitlich ausgewählt und der Vollversammlung vorgeschlagen. Diese besteht jedoch auf einer Wahl zwischen zwei Kandidaten. Die Entscheidung soll im Februar fallen.

bis

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