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Wegen Mindestlohns: Taxi-Fahrt in Leipzig soll bis zu 25 Prozent teurer werden

Wegen Mindestlohns: Taxi-Fahrt in Leipzig soll bis zu 25 Prozent teurer werden

Die Preise für eine Taxi-Fahrt sollen ab Anfang kommenden Jahres um 20 bis 25 Prozent steigen. "Ja, ein entsprechender Antrag an die Stadt Leipzig wird derzeit in den Unternehmen diskutiert", erklärt Hans-Jürgen Zetzsche von der Taxi-Zentrale 4884 und bestätigt damit einen Bericht der Mitteldeutschen Zeitung in Halle vom Sonnabend.

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Taxen warten auf Fahrgäste.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Hintergrund sei die geplante Einführung des Mindestlohns.

Demnach soll der Preis einer Drei-Kilometer-Stadtfahrt künftig von 8,20 auf 10,30 Euro steigen, die Fahrt aus der City zum Flughafen von derzeit etwa 30 auf dann 37,50 Euro. "Wollten wir die entstehenden Mehrkosten komplett abfedern, müssten wir den Preis eigentlich verdoppeln", sagt der Taxi-Unternehmer. Ob die Erhöhung allerdings schon zum 1. Januar kommt, ist noch fraglich.

Von den Erhöhungen betroffen sein werden aber nicht nur die Leipziger. Auch die Hallenser sowie die Bewohner des Saalekreises und der Landkreise Leipzig und Nordsachsen sowie deren Gäste müssen tiefer in die Tasche greifen - hier überall gilt der vor zwei Jahren eingeführte einheitliche Mitteldeutsche Taxi-Tarif. "Uns bleibt überhaupt nichts anderes übrig", betont Zetzsche, der zugleich mit Stilllegungen von Taxen oder Firmenaufgaben rechnet. Aus seiner Sicht werde die geplante Anhebung der Preise eine grundlegende Veränderung in seinem Gewerbe mit sich bringen, "eine größere als die Einführung des Autos selbst", wie er etwas pathetisch formuliert.

Einige Probleme scheinen aber auch hausgemacht. So fahren in Leipzig aktuell etwa 680 Taxen, in Dresden sind es lediglich 490. Zetzsche begründet dies mit dem starken hiesigen Messe- und Kongressgeschäft. "Der Überbesatz ist aus unserer Sicht deshalb relativ", sagt er. Der Umstand, dass es in Leipzig sechs Taxi-Zentralen, in Dresden aber nur eine große gebe, führe sicherlich zu Mehrkosten an der Pleiße, sei aber historisch gewachsen und nicht von heute auf morgen zu ändern.

"Unbedingt festhalten" will Zetzsche am Mitteldeutschen Taxi-Tarif - für ihn ein Erfolgsmodell. Zwar wollen sich Dresden und Chemnitz nicht beteiligen, doch aktuell gebe es eine Anfrage aus Stendal, das sich anschließen will. Der Landkreis Südharz ist bereits dabei.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.06.2014

Martin Pelzl

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