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Wirtschaft Regional Weniger Menschen auf Jobsuche: Arbeitsagenturen in Sachsen bauen Personal ab
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15:59 09.04.2015
Die Arbeitsagenturen in Sachsen bauen Personal ab. Quelle: dpa
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Chemnitz

Einen entsprechenden Bericht von MDR Info bestätigte am Mittwoch der Sprecher der sächsischen Arbeitsagentur, Frank Vollgold.

Kündigungen werde es nicht geben. Vielmehr besetze man einen Teil freiwerdender Stellen nicht mehr. Laut Vollgold haben die Agenturen und Jobcenter auch in der Vergangenheit auf Entwicklungen am Arbeitsmarkt reagiert. Seit 2011 seien schon 700 Stellen abgebaut worden.

"Bei den Jobcentern ist die Personallage allerdings seit Jahren konstant. Und das ist auch nötig", sagte Ronny Schleicher vom Leipziger Jobcenter am Donnerstag gegenüber LVZ-Online. Die Jobcenter betreuen und vermitteln Hartz-IV-Empfänger.

Arbeitsagentur setzt auf IT-Lösungen

Die Linke im Bundestag hatte bei der Bundesagentur für Arbeit gefragt, wie hoch der Betreuungsschlüssel ist, wenn alle Erwerbslosen sowie ausschließlich Mitarbeiter berücksichtigt werden, die tatsächlich Jobs vermitteln. Danach kommen auf einen Vermittler im Schnitt 115 Erwerbslose unter 25 Jahre. Bei den über 25-Jährigen sind es 196.

Die Zahlen übersteigen laut LInke klar die gesetzlichen Orientierungswerte von 1:75 beziehungsweise 1:150. Offiziell liege der Schlüssel in Sachsen zwar bei 1:60 und 1:144. Diese Berechnung berücksichtige aber auch Personal, das nicht in der Vermittlung tätig sei. Zudem werde ein Teil der Erwerbslosen herausgerechnet. Individuelle Betreuung sei aber das A un O einer guten Arbeitsförderung, hieß es weiter.

Nach Darstellung von Vollgold gehören neben Arbeitsvermittlern auch Fallmanager, Teamleiter und Mitarbeiter beim Empfang zum Team. „Alle diese Mitarbeiter wirken bei der Vermittlung in Arbeit mit und betreuen die Kunden.“ Mit der Reduzierung von Personal komme es zu keinen Einschränkungen - im Gegenteil: „Wir bieten unseren Kunden neue Dienstleistungen an und setzen künftig auch auf neuartige und effiziente IT-Lösungen.“ Schon heute ließen sich viele Anliegen bequem von zu Hause aus mit den Ansprechpartnern im Servicecenter via kostenloser Hotline telefonisch klären. Zudem könnten Anträge auch online gestellt werden. Das erspare zusätzliche Wege und Wartezeiten.

Update 9. April: Der Text wurde um die Stellungnahme des Jobcenters Leipzig ergänzt, um klar eine Abgrenzung zwischen der Personalsituation bei den Arbeitsagenturen und den Jobcentern zu treffen.

LVZ

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