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Wer erbt die Firma? Sächsische Seniorunternehmer haben oft keinen Plan für Nachfolge

Mittelstand in Sachsen Wer erbt die Firma? Sächsische Seniorunternehmer haben oft keinen Plan für Nachfolge

Eine Unternehmensübergabe braucht Zeit und will gut geregelt sein. Eine Umfrage zeigt nun aber, dass viele Seniorunternehmer in Sachsen noch keinen Plan für eine Nachfolge haben.

(Symbolfoto)

Quelle: dpa

Dresden. Angesichts von jährlich rund 1000 altersbedingten Unternehmensübergaben in Sachsen appellieren Politik und Wirtschaft an die Unternehmer, rechtzeitig Nachfolgeregelungen zu treffen. Knapp drei Viertel der Seniorunternehmer im Freistaat haben noch keine konkrete Nachfolgeregelung getroffen, wie eine gemeinsame Mitgliederbefragung der sächsischen Industrie- und Handels- sowie Handwerkskammern und des Landesverbandes der Freien Berufe (LFB) ergab. „Gerade der inhabergeführte Mittelstand steht hier im Fokus“, sagte Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) bei der Vorstellung am Donnerstag in Dresden.

Es gehe um den Erhalt vieler Arbeitsplätzen. „99 Prozent unserer Unternehmen sind kleine und mittelständische Unternehmen“, sagte Dulig. Und die Zahl der zur Übergabe anstehenden Firmen werde größer, „deshalb wird auch die Herausforderung größer“. Der Freistaat biete daher eine breite Palette an Beratung und Hilfen an. „Bis hin zu verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten.“

An der Umfrage hatten sich zwischen Herbst vergangenen Jahres und Frühjahr diesen Jahres den Angaben zufolge knapp 2800 Unternehmen beteiligt, deren Chef oder Inhaber 50 Jahre oder älter war. Während 27 Prozent angaben, eine familieninterne Nachfolge anzustreben, planten 20 Prozent eine Schließung des Betriebes. Eine Übergabe an die Mitarbeiter habe bei den Überlegungen kaum eine Rolle gespielt, sagte Leipzigs Handwerkskammerpräsident Claus Gröhn.

Eine Unternehmensübergabe sei „kein Sprint, sondern ein Langstreckenlauf“, betonte der Leipziger IHK-Präsident Kristian Kripal. Häufig gebe es emotionale Hindernisse, „dass der Unternehmer von seinem Lebenswerk nicht einfach loslassen kann.“

Schwierigkeiten, einen Nachfolger zu finden gebe es vor allem im Handwerk, meinte Gröhn. „Überall dort, wo eine schwere körperliche Arbeit ansteht.“ Bei Kammern und Verbänden stünden Experten bereit, Unternehmer zu beraten und bei einer Übergabe zu begleiten.

LFB-Präsident Hans-Joachim Kraatz appellierte an den Mut künftiger Unternehmer, eine Firmenübernahme statt einer Neugründung ins Auge zu fassen. Die Rahmenbedingungen seien derzeit günstig. „Die Renditen der Unternehmen sind derzeit deutlich höher als am Kapitalmarkt.“

LVZ

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