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Wirtschaft Regional Wieder Streiks bei Amazon in Leipzig - Proteste an fünf deutschen Standorten
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12:46 04.10.2016
Verdi macht weiter Druck auf Amazon in Leipzig. (Archivbild) Quelle: dpa
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Leipzig/Bad Hersfeld

- Die Gewerkschaft Verdi lässt im Kampf um einen Tarifvertrag beim Online-Versandhändler Amazon nicht locker: Am Dienstag rief Verdi an fünf Standorten bundesweit erneut dazu auf, die Arbeit niederzulegen. Betroffen waren neben Amazon in Leipzig auch Standorte im hessischen Bad Hersfeld, in Koblenz (Rheinland-Pfalz) sowie in Rheinberg und Werne (NRW).

Die Streiks umfassen die Früh- und Spätschicht. In Bad Hersfeld und Koblenz begann der Protest bereits in der Nachtschicht, wie Verdi mitteilte. Bereits in der Vorwoche war mal wieder in mehreren Versandlagern gestreikt worden.

In Leipzig rechnete Verdi-Streikleiter Thomas Schneider für den gesamten Tag mit rund 400 Mitarbeitern, die sich beteiligen. In einer Mitteilung der Gewerkschaft hieß es: „Verdi hat erneut zum Streik aufgerufen, um die Bearbeitung der aufgelaufenen Aufträge aus dem langen Wochenende zu verzögern.“

Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger sagte: „Der Druck auf Amazon lässt nicht nach. Amazon muss verstehen, dass sich die Beschäftigten ohne einen Tarifvertrag nicht zufrieden geben werden. Wir fordern das Unternehmen auf, an den Verhandlungstisch zu kommen.“ Das aber verweigert der Branchenprimus beharrlich.

Die Gewerkschaft verlangt in dem seit Jahren schwelenden Konflikt einen Tarifvertrag nach den Bedingungen des Einzel- und Versandhandels. Das US-Unternehmen lehnt aber Verhandlungen ab, sieht sich als Logistiker und verweist auf eine Bezahlung am oberen Ende des Branchenüblichen. Deswegen kommt es seit Mai 2013 immer wieder zu Streiks an verschiedenen Standorten bundesweit. Amazon beschäftigt in den Warenlagern über 11 000 Festangestellte, hinzu kommen noch Aushilfen.

Von LVZ

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