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Wirtschaft Regional Wirtschaftsjunioren rüsten sich für Leipziger Weltkongress - schon 2000 Anmeldungen
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19:00 17.06.2014
JCI-Delegation in Leipzig Quelle: Frank Johannsen

Verbandspräsident Shine Bhakaran (38), der aus Indien angereist war, zeigte sich beeindruckt: "Eine tolle Stadt", sagte er gestern zum Abschluss seines dreitägigen Besuchs in der Messestadt. "Leipzig hat wirklich viel zu bieten."

Seit Sonntag war Bhaskaran zusammen mit seinem Schatzmeister Kazutaka Amaki (39) aus Japan in Leipzig unterwegs. Das Congress Center und das Messegelände, wo die Veranstaltung Ende November steigen soll, haben sie sich angesehen, aber auch die Innenstadt. Und selbst ausprobiert, wie gut die Straßenbahnverbindung zwischen beiden Orten ist. "Hier ist wirklich alles sehr gut zu erreichen", lobte Bhaskaran. Auch ein Gespräch mit Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) stand auf dem Programm.

Den Job an der Verbandsspitze machen Amaki und Bhaskaran nur ehrenamtlich - wie alle in der Organisation. Amaki hat im Hauptberuf zwei Tankstellen in Japan, Bhaskaran ein Hotel in Südindien. An der JCI-Spitze stehen sie für genau ein Jahr. Auf dem Kongress in Leipzig, der zugleich Mitgliederversammlung des Verbandes ist, wird neu gewählt.

5000 Delegierte aus 140 Ländern werden von 24. bis 29. November im Congress Center erwartet. "Und ich denke, die Zahl kriegen wir auch voll", sagte Sándor Mohácsi (34), Geschäftsführer der eigens gegründeten Veranstaltergesellschaft. Den Job macht auch er im Ehrenamt. Im Hauptberuf betreibt er das kleine Leipziger Filmstudio Commlab. Die Kongressanmeldungen laufen sogar besser als von Mohácsi erwartet. "Wir haben schon 2042 Tickets verkauft. Das ist wirklich hervorragend", sagte er. "Wenn es so weitergeht, habe ich echt Sorgen, ob die Kapazität im Congress Center reichen wird." Denn in Japan, immerhin größer Landesverband des JCI, hat der Vorverkauf noch gar nicht begonnen.

"Der Kongress bringt Leipzig und die Region weltweit auf den Radar", ist Jörn-Heinrich Tobaben, Chef der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland, überzeugt. Denn die Delegierten seien nicht irgendwelche Besucher, sondern die Entscheider von morgen. "Und die werden daheim jedem erzählen: In und um Leipzig geht was. Das ist eine tolle Chance für die Region, sich zu präsentieren. Und auch neue Geschäftsbeziehungen anzubahnen."

Um das zu erleichtern, will Mohácsi rund um den Kongress, den Bundeswirtschaftsminister Siegmar Gabriel (SPD) eröffnen wird, ein buntes Rahmenprogramm auf die Beine stellen: Vorträge, Seminare, eine kleine Ausstellung - und Ausflüge in Betriebe, von BMW und Porsche in Leipzig über das DHL-Hub in Schkeuditz bis hin zur Gläsernen Manufaktur von VW in Dresden. Sogar ein Kinderprogramm für den Nachwuchs der Delegierten ist geplant. Für sie gibt es Ausflüge in den Zoo, in die Halloren-Schokoladenfabrik nach Halle und zum Kinderkanal nach Erfurt.

2,5 Millionen Euro soll die Veranstaltung insgesamt kosten. Eine Million trägt der Verband selbst, die restlichen 1,5 Millionen sollen von Sponsoren kommen. "40 Prozent davon haben wir zusammen", sagte Mohácsi.

www.jciwc2014.com

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.06.2014

Frank Johannsen

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