Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wirtschaft Regional Wirtschaftspreis "Via Oeconomica" vergeben - Ehrung für LVZ
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft Regional Wirtschaftspreis "Via Oeconomica" vergeben - Ehrung für LVZ
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:52 12.10.2015
Andreas Pinkwart (Rektor HHL), Jorg Pollex (Werksleiter BBG), Marian von Mitschke-Collande (Mitglied der Eigentümerfamilie Giesecke & Devrient), Frank Frenzel (Werksleiter Giesecke & Devrient) und Jan Emendörfer (LVZ-Chefredakteur, v.l.) Quelle: Christian Modla
Anzeige
Leipzig

Hohe Auszeichnung für die Leipziger Volkszeitung: Sie wurde am Montagabend im Alten Rathaus mit dem erstmals verliehenen Wirtschaftspreis „Via Oeconomica“ geehrt. Anlässlich der 1000-Jahr-Feier Leipzigs hatten der Unternehmerverein „Gemeinsam für Leipzig“ und die Stadt diesen Preis ausgelobt, um Unternehmen zu würdigen, die regionale Wirtschaftsgeschichte geschrieben haben, mehr als 100 Jahre alt und heute noch tätig sind. Weitere Preisträger sind das Bodenbearbeitungsgerätewerk, die Handelshochschule und die Wertpapierdruckerei Giesecke & Devrient.

Vereinspräsident Mathias Reuschel sagte vor 200 Gästen im Festsaal, es würden Unternehmen in den Fokus gerückt, die „wesentlich den Wirtschaftsstandort Leipzig darstellen“. Finanzbürgermeister Torsten Bonew (CDU) betonte, es seien Firmen ausgewählt worden, „die eine Ausstrahlung auch über die Stadt hinaus“ hätten. Der Schirmherr der Auszeichnung, Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), lobte den „wachen und kritischen Geist“ der Leipziger. Dieser habe der Stadt ein „unverwechselbares Profil gegeben“. Daraus seien erfolgreiche Unternehmen entstanden, „die unsere Wirtschaft im ganzen Land auch heute noch prägen“.

LVZ-Geschäftsführer Björn Steigert verwies darauf, dass die Zeitung 2015 bereits 121 Jahre alt geworden ist. „Die Wurzeln des Blattes sind in Leipzig und auch die Zukunft der Leipziger Volkszeitung wird in Leipzig sein“, sagte er. „Wir sind wie kaum ein anderes Unternehmen mit dieser Stadt verbunden.“ Unabhängige, kritische, gut recherchierte und gut aufbereite Informationen seien ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Leipzig. Der Preis „Via Oeconomica“ sei Anspruch und Verpflichtung zugleich.

Das Bodenbearbeitungsgerätewerk wurde 1863 von Rudolph Sack in Leipzig gegründet und entwickeltete sich zu einem der größten Landtechnikhersteller in Deutschland. Seit 1998 gehört das Leipziger Werk mit seinen 300 Beschäftigten zum niedersächsischen Landmaschinenbauer Amazone-Gruppe. Werksleiter Jorg Pollex sagte, dieser Tradition verpflichtet würden moderne Produkte in viele Länder der Welt geliefert.

Die 1898 ins Leben gerufene Handelshochschule ist die älteste betriebswirtschaftliche Hochschule Deutschlands und hat gegenwärtig 600 Studierende. Rektor Andreas Pinkwart sagte, die Manager-Schmiede sei ein „internationales Aushängeschild und bringt in Stadt und Land erhebliche private Mittel für exzellente Wissenschaft“. Die HHL habe sich zudem zu einer Schmiede für junge, innovative Unternehmen entwickelt. „Wir verzeichnen bereits über 150 Ausgründungen“, berichtete der Rektor.

„Am Gründungsstandort Leipzig werden heute Banknoten für die gesamte Welt gefertigt“, erklärte Frank Frenzel, hiesiger Werksleiter von Giesecke & Devrient. Das Unternehmen sei seit dem Bestehen 1852 familiengeführt, inzwischen in der sechsten Generation. Zwar ist der Sitz München, aber der Leipziger Standort (400 Mitarbeiter) werde auch zukünftig „eine der ersten Adressen für Hochtechnologie und Druck“ sein.

Der Name „Via Oeconomica“ (Wirtschaftsweg) knüpft einen Bogen zur Leipziger Geschichte mit Schnittpunkten der Via Regia (Königsweg) und der Via Imperii (Reichsweg).

Von Ulrich Milde und Ulrich Langer

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Für den Kauf von Brot und Brötchen gingen viele Kunden in den vergangenen Jahren in eine Bäckerei in ihrer Nähe. Heute bieten auch Backshops beim Discounter oder in der Tankstelle Backwaren an. Das macht den Handwerksbetrieben schwer zu schaffen.

09.03.2018

1990 startete Frischli in Weißenfels seine Produktion. Bekannt ist das Werk vor allem für die Quarkspeise „Leckermäulchen“. An diesem Samstag wird 25-jähriges Jubiläum gefeiert.

03.04.2018

Die einen nannten sich „Metropolregion Mitteldeutschland“, die anderen gründeten die „Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland“: Bisher haben sich Städte und Unternehmen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen vor allem getrennt vermarktet - mit mäßigem Erfolg.

23.03.2018
Anzeige