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Wirtschaft Regional Zwangspause für Siemens-Werker – aber nicht in Leipzig
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17:28 07.05.2018
Im Siemens-Werk in Leipzig-Plagwitz wird auch nach Pfingsten durchgearbeitet. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Weil das Kraftwerksgeschäft schwächelt, verordnet Siemens seinen Werken nach Pfingsten eine Woche Zwangspause. Das Verdichter-Werk in Leipzig-Plagwitz macht aber nicht mit. „Leipzig wird sich nicht beteiligen“, sagte eine Konzernsprecherin am Montag gegenüber LVZ.de. Weil Aufträge hier kurz vor der Auslieferung stehen, wird auch nach Pfingsten durchgearbeitet. „Das geht vor.“

In München hatte der Konzern zuvor angekündigt, in der schwächelnden Kraftwerkssparte nach Pfingsten eine Woche Zwangspause einzulegen. „Vor dem Hintergrund des anhaltenden beispiellosen Markteinbruchs im Bereich der Stromerzeugung hat die Division Power and Gas (PG) zeitlich befristete Betriebsschließungen angekündigt“, erklärte ein Siemens-Sprecher. Das soll die Kosten drücken und Überkapazitäten abbauen.

Gelten soll das nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Zu der betroffenen Kraftwerkssparte gehören in Mitteldeutschland drei Werke. Während Leipzig-Plagwitz von der Zwangspause ausgenommen ist, wird das Generatorenwerk in Erfurt nach Pfingsten vier Tage lang heruntergefahren. Noch offen ist, ob das auch für das Turbinenwerk in Görlitz gilt. Die Gespräche mit dem Betriebsrat, der dem zustimmen muss, laufen dort noch, sagte die Sprecherin.

Die betroffene Mitarbeiter müssen nicht unbedingt Urlaub nehmen. Sie sollen währen der Zwangspause Überstunden abbauen. Es handle sich aber nicht um eine vorgezogene Werksschließung, versicherte ein Sprecher. Denn Leipzig-Plagwitz und Görlitz stehen bei Siemens ohnehin auf der Schließliste, Erfurt soll verkauft werden.

Die Zwangspause nach Pfingsten ist laut Siemens Teil eines umfassenden Sparpakets, bei dem es auch um Reisekosten, Sponsoring, Messebeteiligungen und Investitionen geht . „Ziel der Maßnahmen ist es, die Kostenposition von PG zu verbessern“, hieß es.

Von Frank Johannsen (mit dpa)

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