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Zweitausendeins verhandelt über Filialen – Geschäft in Leipzig schließt offenbar 2013

Zweitausendeins verhandelt über Filialen – Geschäft in Leipzig schließt offenbar 2013

Der in Leipzig ansässige Kulturverlag Zweitausendeins ist weiterhin auf der Suche nach Interessenten für seine Filialen. Das Unternehmen widersprach gegenüber LVZ-Online Berichten, wonach die 14 Geschäfte bis 2016 geschlossen werden müssen.

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Kinowelt-Gründer und Zweitausendeins-Eigentümer Michael Kölmel (Archivfoto)

Quelle: André Kempner

Leipzig. „Die Verhandlungen sind zwar schwierig, aber nicht hoffnungslos“, sagte Sprecherin Stephanie Frommfeld. Derzeit liefen noch die Gespräche mit möglichen Partnern, die die Läden künftig als Franchise-Nehmer in Eigenregie führen.

„Richtig ist, dass es für einige Standorte noch keine Interessenten gibt. Für andere haben sich dagegen gleich mehrere Bewerber gemeldet“, erklärte Frommfeld. Dazu, welche Filialen auf Interesse stoßen, machte Zweitausendeins ebenso keine Angaben, wie zum Verhandlungsstand für das Leipziger Geschäft.

Aus dem Umfeld des Unternehmens erhielt LVZ-Online jedoch die Information, dass der Laden in der Burgstraße Ende Oktober 2013 schließen müsse. Demnach stimmen die Konditionen für einen Weiterbetrieb nicht. Beispielsweise sei die Miete zu hoch. Unter der Zweitausendeins-Geschäftsführung und dem Eigentümer Michael Kölmel, der im September 2006 den damals wirtschaftlich angeschlagenen Verlag erworben hatte, habe sich der Umsatz in Leipzig halbiert, hieß es. Die Übernahme in ein Franchise-Modell sei unter den Bedingungen nicht möglich und Interessenten seien nicht zu finden. Derzeit arbeiten fünf Beschäftigte in der Filiale.

Erst kürzlich hatte das Online-Portal Buchreport berichtet, dass das stationäre Geschäft von Zweitausendeins nicht zu retten sei und der letzte Standort 2016 schließen müsse.

Sprecherin Frommfeld bestätigte am Freitag, dass auf Wunsch des Betriebsrates ein Sozialplan mit der Gewerkschaft Verdi ausgehandelt worden ist: „Er wurde für den Fall ausgearbeitet, dass keine Interessenten für die Filialen gefunden werden. Der Sozialplan gilt ausnahmslos für alle betroffenen Beschäftigten.“ Die Mitarbeiter sollen dann in einer Transfergesellschaft unterkommen. Weitere Details gab Zweitausendeins dazu nicht bekannt.

Der Verlag gibt sich bis 2016 Zeit, mit möglichen Interessenten zu verhandeln. Derzeit seien es vor allem Einzelpersonen, die sich um eine Lizenz bewerben, erklärte Frommfeld. Das Management der Filialen soll vollständig auf die Bewerber übergehen. „Sie behalten weiter die Marke Zweitausendeins, können das Sortiment aber auch erweitern“, umreißt die Sprecherin die Pläne. Nach Auslagerung des Filialgeschäfts oder - sofern dies nicht gelingen sollte - der Schließung der Filialen werde sich Zweitausendeins voll auf das Online- und Versandgeschäft konzentrieren, so Frommfeld weiter. Hier verzeichne der Verlag hohe Umsatzzuwächse.   

2006 hatte der Medienunternehmer Michael Kölmel den Verlag gekauft und 2011 den Firmensitz von Frankfurt am Main nach Leipzig verlegt. Für 2013 peilt das Unternehmen eine Rückkehr in die Gewinnzone an. Derzeit sind rund 50 Beschäftige in den bundesweit 14 Filialen angestellt. Durch 16 weitere Shop-in-Shop-Kooperationen ist Zweitausendeins in 28 deutschen Städten vertreten.

Michael Frömmert

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