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Wirtschaft Regional envia Netz investiert 125 Millionen Euro in Leitungen
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13:41 08.12.2009
Die Firma envia Netz will in den nächsten zwölf Jahren rund 125 Millionen Euro in den Ausbau des Stromnetzes investieren.
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Dies teilte das in Halle ansässige Unternehmen envia Verteilnetz GmbH, auch envia Netz genannt, am Dienstag mit. Die Investitionen etwa in Hochspannungsleitungen seien notwendig, um mit dieser Entwicklung Schritt zu halten. Das von envia Netz betriebene 77 000 Kilometer lange Stromnetz erstreckt sich über Teile von Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

„Wir haben seit 1990 rund 4,9 Milliarden Euro in das Netz investiert“, sagte Geschäftsführer Karl-Heinz Dittrich. Nach einer Prognose des Unternehmens wird aber bis zum Jahr 2020 die eingespeiste Leistung an erneuerbaren Energien im Netzgebiet von heute rund 3200 Megawatt auf rund 10 500 Megawatt steigen. „Wir gehen von einer Verdreifachung aus.“ Eine Ursache dafür ist der Bau von großen Solaranlagen zur Stromerzeugung auf Freiflächen.

Die gesetzlich vorgeschriebene Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien habe Auswirkungen auf die Netzentgelte. Die Bundesnetzagentur habe die damit verbundenen höheren Netzkosten der envia Netz für 2010 anerkannt. Aufgrund dessen werden die Netzentgelte zum 1. Januar 2010 um durchschnittlich etwa neun Prozent ansteigen. Diese Erhöhung gelte bis zum 31. Dezember 2010. Betroffen seien die rund 1,7 Millionen Netzkunden in Ostdeutschland. Dazu zählen Stadtwerke wie Einzelkunden. Netzentgelte sind für die Nutzung des Netzes zu entrichten und neben Steuern, Abgaben und Umlagen sowie Beschaffung und Vertrieb einer von drei Bestandteilen des Strompreises.

Zu eventuellen Auswirkungen der Netzgelterhöhung auf die Strompreise sagte ein Sprecher der envia Mitteldeutsche Energie AG (Chemnitz/enviaM): „Wir werden zum 1.1. nicht erhöhen, ob und wann wir erhöhen und zu welchem Betrag, werden wir jetzt noch kalkulieren. Das steht noch nicht fest.“ Envia Netz ist eine Tochter von enviaM, die in Ostdeutschland rund 1,4 Millionen Kunden mit Strom, Gas, Wärme, Wasser und energienahen Dienstleistungen versorgt.

dpa

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