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ZEW-Chef: Mindestlohn für Flüchtlinge zeitweise aufheben

Arbeitsmarkt ZEW-Chef: Mindestlohn für Flüchtlinge zeitweise aufheben

Flüchtlinge in Jobs zu bringen, ist die riesige Aufgabe der nächsten Jahre. ZEW-Chef Wambach ist sicher: Arbeit ist der zentrale Schlüssel für Integration.

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Sieht in Deutschland Nachholbedarf bei der Integration von Migranten in den Arbeitsmarkt: ZEW-Chef Achim Wambach.

Quelle: Uwe Anspach/Archiv

Mannheim. Manche Maßnahmen für Langzeitarbeitslose können aus Sicht eines führenden Wirtschaftsexperten auch gut für Flüchtlinge gelten.

"Eine temporäre Aufhebung des Mindestlohns, um diese Menschen in Arbeit zu bringen, begleitet von Sprachkursen und anderen Qualifikationsmaßnahmen, ist sinnvoll", sagte der neue Chef des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung, Achim Wambach, der Deutschen Presse-Agentur in Mannheim. "Das soll keine Dauerlösung sein, sondern der Schritt in den Arbeitsmarkt hinein."

Dieser Schritt sei extrem wichtig für die gesellschaftliche Integration. Praktika, die zunächst geringer bezahlt sind, hält Wambach ebenfalls für sinnvoll.

Erfahrungen aus anderen Ländern zeigten, dass es helfe, die neue Sprache auch beim Arbeiten selbst zu lernen. "Natürlich werden Sprachkurse benötigt, aber auf der Arbeit zu sein und mit Kolleginnen und Kollegen zu tun zu haben, ist eine gute Form, um schneller in die Sprache hineinzukommen."

Beim Thema Integration hat die Bundesrepublik aus Wambachs Sicht viel nachzuholen: "Wir in Deutschland sind bislang nicht so gut in der Integration von Migranten in den Arbeitsmarkt. Deshalb hat das Thema so eine Wichtigkeit, und es ist gut, dass es die Bundesregierung jetzt verstärkt in den Blick nimmt."

Die große Koalition will die Integration von Flüchtlingen mit mehr Jobs und Sprachkursen erleichtern. Vorgesehen ist zum Beispiel, für drei Jahre bei Asylbewerbern und Geduldeten auf die Vorrangprüfung zu verzichten, wonach ein Job zunächst einem deutschen oder europäischen Staatsbürger angeboten werden muss. Wambach begrüßte dieses Vorhaben. Außerdem sollen aus Bundesmitteln 100 000 zusätzliche "Arbeitsgelegenheiten" - quasi "Ein-Euro-Jobs" - geschaffen werden. Der ZEW-Chef sagte: "Das Ziel sollte sein, Flüchtlinge in qualitativ höherwertige Stellen hineinzubringen - aber Praktika oder geringfügige Beschäftigungen können der Einstieg sein."

Die Flüchtlingssituation sei neu - darum brauche es auch neue Lösungen. "Vorstellbar wären modulare Ausbildungen: Ein Flüchtling könnte zum Beispiel Teile einer Ausbildung durchlaufen und dann hinterher mit Teilqualifikation arbeiten", sagte Wambach. "Wenn es dann passt und jemand Fähigkeiten hat, kann er auch Schritt für Schritt die ganze Ausbildung machen."

Kreative Unternehmen können aus Wambachs Sicht neue Arbeitsplätze für Flüchtlinge schaffen. "Unser Dienstleistungssektor ist ausbaufähig im Vergleich zu anderen Ländern, auch im Bereich Gesundheit und Pflege", sagte er. "Wir haben in den vergangenen Jahren extrem viele Menschen zusätzlich in den Arbeitsmarkt integriert." Die Unternehmen seien auch in der Pflicht, sich dabei zu engagieren.

dpa

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