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Zahl der Leiharbeiter auf 961 000 gestiegen

Arbeitsmarkt Zahl der Leiharbeiter auf 961 000 gestiegen

Die Zahl der Leiharbeiter nähert sich der Millionenschwelle. Es gibt auch immer mehr Betriebe, die anderen Firmen Arbeitnehmer überlassen. Gesetzespläne zur Verbesserung der Lage der Betroffenen liegen weiter auf Eis.

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In Deutschland gibt es mittlerweile mehr als 50 000 Zeitarbeitsfirmen.

Quelle: Martin Schutt/Archiv

Berlin. Die Zahl der Leiharbeiter in Deutschland ist auf mehr als 961 000 gestiegen. Es gibt auch immer mehr Leiharbeitsfirmen - zuletzt mehr als 50 000.

Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervor, die der Bundestag veröffentlichte und über die die "Rheinische Post" berichtet.

Die Zahl der Leiharbeitnehmer stieg von 867 535 im Juni 2013 über 912 519 im Jahr darauf bis auf 961 162 im vergangenen Jahr. Mehr als jeder Fünfte ging einem Beruf in der Lagerwirtschaft nach, etwa jeder Zehnte war in der Metallbearbeitung.

Viele Leiharbeiter waren nur kurz beschäftigt. Im ersten Halbjahr 2015 wurden 584 700 entsprechende Beschäftigungsverhältnisse beendet - etwa 29 Prozent davon dauerten weniger als 1 Monat. 22 Prozent dauerten mindestens 1 Jahr.

Die Zahl der Leiharbeitsfirmen stieg von 46 755 (2013) über 48 444 (2014) auf 50 293 im vergangenen Jahr. Davon hatten knapp 11 000 ihren Schwerpunkt auf der Arbeitnehmerüberlassung, bei mehr als 39 000 war dies nicht der Fall.

Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hatte zuletzt einen Reformvorschlag präsentiert, damit Firmen Leiharbeit und Werkverträge nicht missbrauchen. Die Koalition war sich über einen nachgebesserten Entwurf einig, bis die CSU Nahles ein Stoppschild zeigte. Die CSU kritisiert, Nahles schieße über das vereinbarte Ziel hinaus - zu Lasten der Wirtschaft. Die SPD fordert nun ein Machtwort der Kanzlerin.

Informationen über Lohnunterschiede zwischen Leiharbeitern und Stammbelegschaften liegen der Bundesregierung laut der neuen Angaben nicht vor. Mit den Gesetzesplänen soll Leiharbeit zeitlich begrenzt und eine Frist für gleiche Bezahlung eingeführt werden.

dpa

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