Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wirtschaft Zweite Woche Dauerstreik bei der Post
Nachrichten Wirtschaft Zweite Woche Dauerstreik bei der Post
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:30 15.06.2015
Im Tarifkonflikt mit der Post lässt Verdi die Muskeln spielen. Quelle: Uwe Zucchi
Anzeige
Berlin

e. Der unbefristete Streik ging am Montag in die zweite Woche, ohne dass sich eine Lösung abzeichnet. Es gibt auch keinen neuen Gesprächstermin.

"Wir weiten den Arbeitskampf schrittweise aus", sagte ein Verdi-Sprecher. Rund 19 000 Angestellte hätten sich am Montag beteiligt, das seien etwa 1000 mehr als bisher. Ein Post-Sprecher bezifferte die Gesamtzahl etwas niedriger auf 18 300. Die meisten Briefe und Pakete würden aber dennoch befördert: 85 Prozent der rund 65 Millionen Briefe und 75 Prozent der 3,5 Millionen Pakete.

Die Gewerkschaft will vor allem die 49 regionalen Gesellschaften mit geringerer Bezahlung im Post-Paketgeschäft wieder in den regulären Haustarif aufnehmen. Im Gegenzug hatte sie Anfang Juni einen moderaten Gehaltsabschluss angeboten. Das Angebot lehnt die Post aber ab. "Ein moderater Abschluss allein ist keine dauerhafte Lösung", sagte der Post-Sprecher. "Wir müssen den Lohnkostenabstand zum Wettbewerb ausgleichen." Die Regionalgesellschaften mit geringerer Bezahlung seien unverzichtbar.

Die Post zahlt im Haustarif 17,70 Euro, in den Regionalgesellschaften im Schnitt nach Darstellung des Sprechers rund 13 Euro. Damit liege die Post aber auch mit den Regionalgesellschaften vielfach noch deutlich über der Konkurrenz. Verdi wirft dem Unternehmen dagegen vor, seine Gewinne von fast drei Milliarden Euro 2014 auf Kosten niedrigerer Löhne noch weiter in die Höhe schrauben zu wollen.

"Die unbefristeten Streiks zeigen, dass die Beschäftigten hinter Verdi stehen", sagte Kocsis. Allerdings beschäftigt die Post zahlreiche Beamte, die am Streik nicht teilnehmen dürfen.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wer einen Schwarzarbeiter beauftragt hat, kann bei Pfusch kein Geld zurück verlangen. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden. Das Gericht begründete sein am Montag veröffentlichtes Urteil mit dem gesetzlichen Verbot der Schwarzarbeit.

15.06.2015

Das Bieterrennen um die Warenhauskette Kaufhof ist entschieden: Der Handelsriese Metro verkauft seine Tochter für rund 2,8 Milliarden Euro an den kanadischen Konzern Hudson's Bay.

15.06.2015

Mit fetten Aufträgen und Aussicht auf wachsenden Flugzeugbedarf ist die Luftfahrtbranche in ihre weltgrößte Verkaufsschau gestartet. In Le Bourget bei Paris präsentierte nach US-Hersteller Boeing und der kanadischen Bombardier auch der europäische Flugzeugbauer Airbus eine Prognose mit deutlich steigender Nachfrage in den kommenden 20 Jahren.

15.06.2015
Anzeige