Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wissen Blinder Roboter-Hund kann Treppensteigen und auf Tische springen
Nachrichten Wissen Blinder Roboter-Hund kann Treppensteigen und auf Tische springen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:16 06.07.2018
Cheetah 3 kann blind Treppensteigen. Quelle: MIT
Anzeige
Canbridge

Cheetah 3 rennt auf einem Laufband, erklimmt eine Treppe voller Hindernisse, und findet, wenn man ihn schubst, schnell sein Gleichgewicht wieder. Für einen Hund keine besondere Leistung, für einen Roboter-Hund dagegen schon – vor allem wenn er dabei nichts sieht. Denn Cheetah 3 ist ein blinder Roboter, konstruiert von Ingenieuren des Massachusetts Institute of Technology (MIT).

Dass Cheetah 3 sich bei seinen Streifzügen durch unwegsames Gelände nicht auf visuellen Input verlassen kann, sei eine bewusste Entscheidung gewesen, erklärt Sangbae Kim, einer der beteiligten Wissenschaftler. Denn auf einwandfreie Sicht, ohne Störungen, kann sich ein Roboter nicht verlassen. Stattdessen soll Cheetah 3 seine Umgebung mehr „ertasten“ – so wie wenn Menschen sich nachts durchs dunkle Badezimmer bewegten.

Die Roboter könnten gefährliche Arbeiten übernehmen

Das funktioniert unter anderem dank eines besonderen Algorithmus, den Kim und sein Team entwickelt haben. Bei diesem Algorithmus gehe es vor allem darum zu bestimmen: „Wann kann ich sicher auftreten?“, erklärt Kim. Dazu nutzt Cheetah 3 die Daten verschiedener Sensoren.

Schon in ein paar Jahren könnte der Roboter-Hund Arbeiten verrichten, die für Menschen sonst zu gefährlich, dreckig oder schwierig sind – wie zum Beispiel Kernkraftwerke inspizieren. Dann könnten der Roboter – oder seine Nachfolger – auch Kameras dabei haben, die sie vor größeren Hindernissen warnen. Dass ein Roboter davon aber nicht abhängig ist, ist Kim wichtig: „Denn was wäre, wenn er auf etwas tritt, dass die Kamera nicht sieht?“

Von asu/RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Früher waren Drohnen Zukunftsmusik und lediglich beim Militär oder modernen Technikmessen anzutreffen. Seit einiger Zeit aber sieht man Drohnen selbst in kleinen Wohngebieten, wo sie teilweise von Kindern über die Häuserdächer gesteuert werden. Da einige dieser Multikopter allerdings häufig auch mit Kameras ausgestattet sind, sollten Sie sich im Vorfeld darüber informieren, was Sie dürfen und was nicht.

06.07.2018

„Die größte Angst der Perfektionisten ist es, zu versagen, Fehler zu machen und andere zu enttäuschen“, weiß Nadine Nentwig. Hier verrät die freiberufliche Autorin, warum gerade diese Menschen auch mal weniger leisten sollten ...

06.07.2018

Unerwünschte Anrufe, Liebesschwüre per E-Mail oder scheinbar zufällige Treffen im Lieblingscafé: Statistisch gesehen wird jeder Zehnte im Laufe seines Lebens einmal gestalkt, das heißt beobachtet, belästigt oder gar bedroht.

05.07.2018
Anzeige