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15:52 06.12.2018
Weihnachtsgeschenke sollten mit Liebe ausgewählt werden. Quelle: Kira auf der Heide/Unsplash
Hannover

Sie haben noch kein einziges Geschenk für die Familie oder für liebe Freunde für das Weihnachtsfest gekauft? Hier einige Ideen und Tipps aus der Redaktion. Denn auch Redakteure kaufen Weihnachtsgeschenke.

Mini-Trampolin oder Bio-Saatgut: Tipps von Dany Schrader, Ressortleitung Magazin

Dany Schrader Quelle: Ina Funk-Flügel

Lesestoff: Wer Netflix und Co. leer geguckt hat, könnte mal wieder lesen, und zwar am besten dieses Buch: In dem Coming-of-Age-Roman „Was man von hier aus sehen kann“ erzählt Autorin Mariana Leky liebevoll-lakonisch von der jungen Luise und ihrer Großmutter Selma, die in der deutschen Achtzigerjahre-Provinz so liebevoll aufeinander aufpassen – und all den Widrigkeiten des Lebens zum Trotz glücklich werden. (Dumont, 20 Euro.)

Hüpfpartie: Das Jahr 2018 steckte voll bitterer Wahrheiten. Eine davon lautete: Wir bewegen uns zu wenig. Das lässt sich ändern, etwa mit einem Mini-Trampolin (etwa von Trimilin, um 230 Euro). Kurse gibt es als Buch, auf DVD oder im Internet.

Wohlgefühl: Ein Leben in Hollywood bleibt für die meisten von uns ein Traum. Die Körperpflegeprodukte der Stars benutzen können wir trotzdem, etwa die von Dr. Hauschka. Empfehlenswert ist das Körperbalsam Lavendel Sandelholz – der Duft hilft beim Abschalten nach einem stressigen Tag.

Für unterwegs: Der Sommer 2018 war für Fahrten mit dem Cabriolet wie gemacht. Wem dabei zu viel Wind um die Ohren weht, kann diese stilvoll mit einem Carré-Tuch schützen und sich dabei ein bisschen fühlen wie Sophia Loren (beispielsweise bei Roeckl, um 50 Euro).

Gutes tun: Die Bio-Saatgut-Box Bienenglück enthält Samen für Kräuter und Wildblumen, die Futter für die bedrohten Bienen sind. Für den Garten oder den Straßenrand (Saat & Gut, um 20 Euro, aber auch einzeln und günstiger).

Wandschmuck oder Sessel: Tipps von Sophie Hilgenstock, Ratgeber-Redaktion

Sophie Hilgenstock ist Redakteurin im Ratgeber-Team. Quelle: Hilgenstock

Schaukeltier: Wer behauptet eigentlich immer, Kinder könnten nur auf Pferden schaukeln? Schließlich lässt sich auch auf Mammut, Elefant, Reh oder Halbmond wunderbar durchs Kinderzimmer galoppieren. Ganz egal, in welcher Gestalt – Schaukeltiere gehören unter den Weihnachtsbaum! Sie sind nicht nur für Zwei- bis Sechsjährige eine wahre Wonne.

Lieblingssessel: Zugegeben, es gibt weniger sperrige Geschenke, aber ohne Acapulco-Chair wird dieses Weihnachten nur halb so schön. Der Sesselklassiker aus Mexiko ist wieder da, so lässig und raffiniert wie schon in den Fünfzigern, jetzt aber in neuen Farben und Materialien. Dabei ist es ganz egal, ob der Stuhl aus PVC, Palmenblättern oder wie in seiner Ursprungsversion aus gegerbtem Rindsleder geflochten wurde. Acapulco punktet durch Komfort: Wer einmal darin Platz nimmt, steht nur ungern wieder daraus auf.

Länderküche: Viele Menschen träumen von einem Roadtrip durch die USA – wer sich dafür nicht von der Stelle bewegen möchte, ist mit dem Kochbuch „Amerika“ (Phaidon-Verlag, 49 Euro) von Gabrielle Langholtz gut beschenkt. Der 770 Seiten starke Wälzer nimmt mit auf eine kulinarische Reise durch alle 50 Bundesstaaten, vom Waldorfsalat aus New York bis zu Brisket Tacos aus Texas. 800 Rezepte, 50 Essays, 50 Menüs – dieses Buch ist eine Bibel für alle, die Amerika nicht nur wegen Burger und BBQ lieben.

Wandschmuc
k: Einst waren Wandteller als spießiger Wohnstubentand verschrien, jetzt liegen sie wieder voll im Trend – und verdrängen, vorzugsweise bunt bemalt und aus hochwertigem Porzellan (z.B. von Consept um 130 Euro), die Kunstdrucke von den Geschenketischen.

Für Weltraum- und Western-Fans: Tipps von Imre Grimm, Medien-Redaktion

Imre Grimm ist Quelle: Insa Catherine Hagemann

Wilder Westen: Western? Ist das nicht ein mausetotes Genre? Leblos wie eine Geisterstadt nach dem Goldrausch? Nichts da. Der Ire Sebastian Barry erzählt im Roman „Tage ohne Ende“ (Steidl, 22 Euro) die wilde, wunderschöne Geschichte des 17-jährigen Thomas McNulty und seines Freundes John Cole im 19. Jahrhundert. Beide arbeiten als „Tanzmädchen“ in Saloons, als Kanonenfutter im Krieg, erleben Massaker an Indianern und Momente des Glücks in einer gewalttätigen Welt. Ein brillanter, rauschhafter Monolog – fantastisch übersetzt von Hans-Christian Oeser.

Weltraum I: Stolze 1969 Teile umfasst der Lego-Bausatz „Saturn V“. Das einen Meter hohe Modell der Mondrakete (119,99 Euro) ist ein detailfreudiges Prachtstück für Weltraumfans und Lego-Kindsköpfe jeden Alters. Der Zusammenbau ist eine würdige Vorbereitung auf den 50. Geburtstag der „Apollo 11“-Mission im Sommer 2019.

Weltraum II: „Major Tom“? Das war ein Superhit der Neuen Deutschen Welle. Sänger Peter Schilling, Autor Bernd Flessner und der Illus¬trator Stefan Lohr haben aus Motiven des Songs die wundervolle Kinderbuchreihe „Der kleine Major Tom“ (Tessloff Verlag, ab 9 Euro) mit acht Bänden gemacht. Ihr Held erkundet mit Freundin Stella und Katze Plutinchen das All. Macht Siebenjährige süchtig.

Wiedervereinigung: Im Westen war er fast unbekannt, im Osten Deutschlands ein widersprüchlicher Star: der Lausitzer Liedermacher Gerhard Gundermann, aus dessen Lebensgeschichte Andreas Dresen in diesem Jahr einen leisen, feinen Film gemacht hat. Die Hauptrolle singt und spielt Alexander Scheer. Seine Interpretationen der melancholisch-lakonischen Heimat- und Herzlieder des 1998 mit 43 Jahren gestorbenen „singenden Baggerfahrers“ sind zauberhaft („Gundermann – Die Musik zum Film“, 16,99 Euro)

DVD-Box oder CD: Tipps von Matthias Halbig, Kultur-Redaktion

Matthias Halbig ist Redakteur der Kultur-Redaktion. Quelle: Matthias Halbig

Zum Knuspern: Schon 113 Jahre hat diese Köstlichkeit auf dem welligen Buckel. Der Zaunerstollen, 1905 vom Patissier Josef Nickerl in der Konditorei Zauner Bad Ischl ersonnen, ist ein Mix aus zerstampften Oblaten und einer festen Haselnusspaste, überzogen mit rabenschwarzer Zartbitterschokolade. Die recht feste Konsistenz erinnert manche in den ersten Sekundenbruchteilen an Sand. Dann aber, wenn die Zunge den krokantigen Happen an den Gaumen drückt und der Geschmack explodiert, fallen Weihnachten und Ostern erstmals zusammen und man schwört allen anderen Süßigkeiten ab (ab 10 Euro).

Zum Gruseln: Kurz nach Jack the Rippers Abtauchen beginnt das faszinierende viktorianische Krimidrama „Ripper Street“ mit Matthew Macfadyen als melancholischem Inspektor. Man taucht ins düstere Whitechapel ab und vorm Dreikönigstag nicht mehr auf – denn es gibt alle fünf Staffeln der Serie in einer dicken Box (ab 55 Euro).

Zum Beatlen: Im Schatten des 50. Geburtstag feiernden „Weißen Albums“ der Beatles gibt es ab 7. Dezember wieder guten alten Stoff von Paul McCartney, der 1971, gut ein Jahr nach dem Beatles-Split, wieder eine Band haben wollte – die ersten beiden Wings-Alben „Wild Life“ (1971) und „Red Rose Speedway“ (1973) standen immer im Schatten von „Band on the Run“ (1973). Ersteres wirkt improvisiert, zweiteres ist unterschätzt. Wer noch bis zum 14. Dezember wartet, kann sich die muckeligen, halb vergessenen Klassiker als Super-de-luxe-Blabla-Sets mit 1001 Extras unter den Baum legen. Diese Wings beflügeln die Ohren.

Zum Nachkochen: Was Sie schon immer über die Beastie Boys wissen wollten, verrät Ihnen das „Beastie Boys Buch“ (Heyne, 40 Euro). Die Hip-Hopper Michael Diamond und Adam Horovitz verraten sogar ihr Sauce-tartare-Rezept. Das haben Stones, Abba und Nirvana nie gemacht.

Spiel und Spaß: Tipps von Nina May, Kultur-Redaktion

Nina May ist Redakteurin der Kultur-Redaktion. Quelle: Foto: Katrin Kutter

Kulturtasche: Selbst Behältnisse für Wimperntusche und Zahnbürste tragen die Kultur im Namen. Für Buchliebhaber und Feuilletonleser ist die Kosmetiktasche im Look der Reclam-Hefte ein schönes Geschenk, zu erstehen auf der Website des Verlags (um 10 Euro).

Museums-Besuch: Als Ergänzung gibt es einen Gutschein für einen Besuch im neuen Leipziger Reclam-Museum.

Kuhjungen-Musik: Ein Film, der ein Liedgenre schon im Titel trägt, lässt viel für den Soundtrack hoffen. Tatsächlich entführt die Musik zu „The Ballad of Buster Scruggs“ in die entlegenen Winkel des Wilden Westens, in denen auf flotte Rhythmen oftmals gleich der Tod folgt. Während die Coen-Brüder in ihrem ersten Netflix-Film tief in die dunkle Seele des Menschen blicken, erzählen diese Songs von jenen kostbaren Momenten, ehe die Stimmung umkippt. Man kann den Wüstenstaub fliegen hören.

Kennerspiel: Das Würfelspiel „Ganz schön clever“ (Schmidt Spiele, um 12 Euro) war einer von drei Nominierten zum Kennerspiel des Jahres 2018. Komplex erscheinen die vielen Optionen nach jedem Würfelwurf jedoch nur beim ersten Mal. Danach ist es eine willkommene Alternative für all diejenigen, denen „Kniffel“ und „Qwixx“ zu langweilig wird.

Kunstgeschichten: Der Roman „Jeder hier nennt mich Frau Bauhaus“ eignet sich famos zur Einstimmung auf das Bauhaus-Jahr 2019. Die Architektin Jana Revedin stellt Ilse Frank ins Zentrum, die Frau von Walter Gropius. Als Journalistin bestimmte sie den Verlauf der Kunstbewegung entscheidend mit. Kleine Ausbrecher: Die beliebten Exit-Spiele gibt es jetzt auch in einer Variante für Kinder. Wie in einem Escape-Room knobeln die kleinen Ausbrecher in „Exit Kids – Code Breaker“ (Kosmos, ab 25 Euro) mit UV-Lampe, Spiegel und Rotfilter, bis sie das große elektronische Schloss geöffnet haben.

Gin-Tasting oder Citytrip: Tipps von Michael Pohl, Art-Director

Michael Pohl ist Art-Director. Quelle: Michael Pohl

Hörbuch: William E. Bowmans satirischer Roman „Die Besteigung des Rum Doodle“ stammt eigentlich aus den Fünfzigerjahren und ist an sich schon lesenswert. Durch die wunderbar pointierte Aussprache Jürgen von der Lippes werden ihn als Hörbuch (Der Hörverlag) aber selbst jene mögen, die sich für solche Art von britischer Literatur sonst nicht so interessieren.

Bier zum Selbermachen: Craftbeer ist in aller Munde, so richtig kunstvoll wird es aber eigentlich erst, wenn man es selbst macht. Und das ist einfacher, als manche denken, Rundum-glücklich-Sets gibt es beispielsweise von Braubox (rund 75 Euro) und Brewdog (rund 50 Euro). Selbst wenn es beim ersten Mal nicht so gut gelingt: Viele heute bekannte Craftbeer-Sorten hatten ihren Beginn in solch bescheidenen Versuchen.

Ein Citytrip: Geschenke sind schön, sie gemeinsam zu verbringen ist aber noch schöner. Ein Citytrip in Deutschland oder Europa ist gerade vor Weihnachten oft günstig buchbar. Viele Airlines haben Angebote fürs Frühjahr, die Bahn macht mit ihren Sparpreisen Fahrten mit dem ICE bei rechtzeitiger Buchung erschwinglich. Lissabon, Bonn und Wien sind Ziele, die gemeinhin jedem gefallen.

Buch: Der Brexit naht – aber wieso eigentlich? Wer die Eigenarten der Briten verstehen will, kommt der Lösung mit Bill Brysons Klassiker „Reif für die Insel“ (Goldmann) zumindest ein ganzes Stück näher. Auf einer Reise durch Großbritannien zeigt Bryson wunderbar ehrlich die Eigenarten einer Nation auf, für die der Ärmelkanal mitunter noch immer die legitime Außengrenze zum Rest der Welt darstellt.

Gin-Tasting: Gin ist angesagt, aber wer kennt eigentlich den Unterschied zwischen den Hunderten von Sorten, die es inzwischen gibt? Und warum gibt es eigentlich so viele Tonic-Varianten? Aufschluss kann ein Gin-Seminar geben. Das bietet fast jede gute Bar an, Kosten meist rund 50 Euro.

Last-Minute-Geschenketipps finden Sie hier.

Von RND

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