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Kernfusionsexperiment "Wendelstein 7-X" wird aufgerüstet

Energie Kernfusionsexperiment "Wendelstein 7-X" wird aufgerüstet

Im Dezember 2015 begannen Physiker mit den Experimenten in der Fusionsanlage "Wendelstein 7-X". Die erste Phase ist nach Einschätzung der Forscher erfolgreich abgeschlossen. Für höhere Leistungen wird die ringförmige Anlage nun aufgerüstet.

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In der Kernfusionsanlage «Wendelstein 7-X» in Greifswald ist die erstmalige Erzeugung von Wasserstoff-Plasma geglückt.

Quelle: Bernd Wüstneck/Archiv

Greifswald. Die erste Experimentierphase in der Greifswalder Kernfusionsanlage "Wendelstein 7-X" ist erfolgreich abgeschlossen worden. Mit den Ergebnissen sei man mehr als zufrieden, sagte Projektleiter Thomas Klinger.

Die Maschine werde nun für die nächste Experimentierrunde aufgerüstet. Die Analysen, die der Erforschung der Kernfusion als mögliche Energiequelle dienen, hatten im Dezember 2015 begonnen. Ähnlich wie die Sonne soll in späteren Kraftwerken aus der Verschmelzung von Atomkernen Energie gewonnen werden.

"Wendelstein 7-X" gilt als weltweit modernste Testanlage vom Typ Stellarator, die im Gegensatz zum konkurrierenden Typ Tokamak für den Dauerbetrieb geeignet sein soll. Die Forscher wollen in etwa vier Jahren Entladungen von bis zu 30 Minuten erreichen. Dazu wird die Anlage Schritt für Schritt aufgerüstet.

In der nun abgeschlossenen Phase seien Wasserstoffplasmen mit Pulsdauern von sechs Sekunden erzeugt worden, teilte das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik mit. Zudem seien Temperaturen von bis zu 100 Millionen Grad für die Elektronen und 10 Millionen Grad für die Ionen erreicht worden.

Für die nächste Runde werden rund 6200 Kohlenstoffkacheln und spezielle graphitbeschichte Prallplatten (Divertoren) zum Schutz der Gefäßwände eingebaut, wie das Institut weiter mitteilte. Mit der so verkleideten Innenwand solle die Anlage fit für Hochleistungsplasmen mit Heizleistungen bis zu acht Megawatt und zehn Sekunden Dauer gemacht werden. Diese Experimente sollen Mitte 2017 beginnen.

Das Institut beschäftigt rund 500 Mitarbeiter. Das bislang rund eine Milliarde Euro teure Projekt (Bau und Betrieb) wird von EU, Bund und mit acht Prozent vom Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert.

dpa

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