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Wissen Los, bewegen Sie sich – Sport bei Wind und Wetter
Nachrichten Wissen Los, bewegen Sie sich – Sport bei Wind und Wetter
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08:00 23.12.2017
Professor Ingo Froböse ist Leiter des Gesundheitszentrums an der Sporthochschule Köln und gibt an dieser Stelle regelmäßig Tipps. Quelle: Monika Sandel
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Hannover

Für die Bewegung an der frischen Luft, egal bei welchem Wetter, sprechen viele gute Gründe. Erst mal gilt es, die Müdigkeit und die Abgeschlagenheit aktiv, im wörtlichen Sinne, zu bekämpfen und die Lebensgeister zu wecken. Wer regelmäßig körperlich aktiv ist, hat mehr Power, ist weniger müde und kommt mit mehr Elan durch den Tag. Auspowern kann man sich schließlich auch bei Wind und Wetter. Zusätzlich stärkt die Bewegung an der frischen Luft das Immunsystem, sodass unsere Abwehrzellen effektiv stimuliert werden und man aktiv für die nächste Erkältungswelle gerüstet ist. Sport verbessert außerdem den Gemütszustand und hebt die Stimmung an, weil verschiedene Glückshormone während des Trainings ausgeschüttet werden. Die regelmäßige Bewegung draußen macht allerdings nicht nur glücklich, sondern kann auch helfen, Stress abzubauen und die Stressresistenz zu verbessern, was wiederum das Wohlbefinden steigert. Die Reduzierung von Stress ist wichtig, weil die Ausschüttung von zu vielen Stresshormonen unter anderem das Immunsystem schwächt. Ein weiterer Vorteil der Bewegung ist natürlich auch die Prävention gegen Winterspeck.

Auch moderates Training stärkt das Immunsystem

Gute Methoden, um fit zu bleiben, sind auch in der kalten Jahreszeit Aktivitäten wie Joggen, Walken oder Spazieren. Man sollte allerdings darauf achten, sich nicht zu überlasten, da sonst das Immunsystem vermehrt geschwächt wird. Ein moderates Training hingegen stärkt den Organismus und schützt vor Krankheitserregern.

Damit es ein bisschen einfacher wird, bei Wind und Wetter das warme Haus zu verlassen, ist es ratsam, sich gut vor den äußeren Wettereinflüssen zu schützen. Funktionskleidung kann dabei helfen. Eine gängige Anwendungsmethode ist hier das Zwiebelprinzip. Das heißt am besten mehrere Schichten übereinander anziehen, dass der Schweiß nach außen abtransportiert werden kann und die Wärme erhalten bleibt. Außerdem ist eine Kopfbedeckung ratsam, weil über den Kopf ein großer Teil der Körperwärme verloren geht. Wer bei Minusgraden laufen geht, sollte zudem Handschuhe und Schal nicht vergessen. Auch gute Laufschuhe, am besten mit starkem Profil für den sicheren Halt auf rutschigen Untergründen, können nicht schaden. Wichtig: Nach dem Training muss die feuchte Kleidung schnell ausgezogen werden, um Unterkühlungen zu vermeiden.

Es muss nicht immer Joggen sein. Dick eingemummelt stärkt bereits ein flotter Spaziergang mit dem Hund die Abwehrkräfte. Quelle: dpa

Aufwärmen bereitet den Körper vor

Wenn man draußen bei Wind und Wetter Sport macht, sollte man in jedem Fall darauf achten, sich nach und nach an die Trainingsbelastung heranzutasten. Dazu startet man am besten mit einem ausgedehnten Warm-up, damit der Körper optimal auf die Belastung vorbereitet ist.

Außerdem ist es ratsam, die hellen Tageszeiten für das Sportprogramm zu nutzen. Der Winter ist durch wenig Sonneneinstrahlung geprägt, weshalb wir jeden Sonnenstrahl genießen sollten. Auch der Sicherheitsfaktor spielt da natürlich eine Rolle. Wer sich dennoch lieber im Dunkeln bewegen möchte, der sollte die Ausstattung etwas anpassen und beispielsweise mit Stirnlampe, Reflektoren und heller Kleidung laufen. Vorsicht ist auch geboten, wenn Sie bereits gesundheitlich angeschlagen sind. Dann sollten Sie von einem Training absehen, da es das bereits angegriffene Immunsystem weiter schwächt und Sie schlimmstenfalls die Erkältung verschleppen. Gleiches gilt für Temperaturen unter minus zehn Grad Celsius: Die Lungenbläschen könnten durch den Sport Schaden nehmen, weil die Luft nicht ausreichend vorgewärmt werden kann. In diesem Fall verlegen Sie den Sport lieber nach innen. Ansonsten gibt es aber keine Hindernisse, bei Wind und Wetter aktiv zu sein!

Von Ingo Froböse/RND

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