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Wissen „Rosetta“ erfolgreich auf „Tschuri“ gelandet
Nachrichten Wissen „Rosetta“ erfolgreich auf „Tschuri“ gelandet
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16:14 30.09.2016
Hat Historisches geleistet: „Rosetta“ ist erfolgreich auf dem Kometen „Tschuri“ gelandet. Quelle: EPA
Darmstadt

Der Europäischen Raumfahrtagentur Esa ist das spektakuläre Finale ihrer Weltraum-Mission zur Erforschung eines Kometen geglückt. Nach zwölf Jahren im All setzte die Raumsonde „Rosetta“ am Freitag auf dem Brocken „Tschuri“ auf. Dies bestätige das Esa-Kontrollzentrum in Darmstadt.

Muss Abschied nehmen: Paolo Ferri, Chef der Rosetta-Mission. Quelle: dpa

„Wir versuchen, bis zur letzten Sekunde noch Messungen und Bilder zu bekommen“, sagte der Chef des Esa-Flugbetriebs, Paolo Ferri, aus dem Satelliten-Kontrollzentrum Darmstadt.

„Gas und Staub haben wir mit Rosetta noch nie so nahe an einem Kometen messen können“, fügte der Esa-Wissenschaftler für Robotische Exploration, Nicolas Altobelli aus Madrid, hinzu. „Wir können das sozusagen hautnah sehen.“

Mission endete nach zwölf Jahren

Die „Rosetta“-Sonde hatte den Schweifstern seit August 2014 aus einer Umlaufbahn erforscht und vor knapp zwei Jahren bereits ihr Landegrät „Philae“ auf dem kurz Tschuri genannten Kometen abgesetzt.

„Rosettas“ Aufprall auf der Kometenoberfläche markiert das Ende einer Raumfahrtmission, die bereits jetzt als historisch gilt: Mit dem vom Deutschen Raumfahrtzentrum DLR in Köln gesteuerten Minilabor „Philae“ war im November 2014 erstmals ein von Menschen geschaffenes Gerät weich auf einem Kometen gelandet.

Die Muttersonde „Rosetta“ ist zudem die erste Forschungssonde, die in eine Umlaufbahn um einen Kometen einschwenkte und ihn anschließend auf seiner Reise um die Sonne begleitete. Die nun beendete Mission wird die Forscher allerdings noch lange beschäftigten: Die wissenschaftliche Auswertung der von „Rosetta“ übertragenen Daten zur Beschaffenheit des Kometen wird noch Jahre dauern.

Hat wichtige Daten geliefert: Das Minilabor „Philae“, das von „Rosetta“ zum Kometen gebracht wurde. Quelle: ESA

Welche Erinnerungen gibt es an die „Rosetta“-Mission? „Das spektakulärste Ergebnis war für mich ein ganz frühes, bald nach der Landung“, berichtet Ferri. „Nämlich, dass das Wasser auf dem Kometen nichts zu tun hat mit dem Wasser auf der Erde.“

Dass „Rosetta“ zum zweiten Mal eine Energie-Pause machen könnte, um dann wieder durchzustarten, hatte die Esa nicht im Plan. „Dieser Winterschlaf dürfte fast vier Jahre dauern“, meinte Ferri. Ein entscheidender Punkt: Viel mehr Arbeit noch erledigen könnte die Raumsonde dann nicht mehr, denn „Rosetta“ hat Treibstoff für vielleicht nur noch sechs Monate an Bord. „Das Risiko lohnt sich nicht.“

Von RND/dpa

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