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Wissen Smart Home: Was passiert bei Stromausfall?
Nachrichten Wissen Smart Home: Was passiert bei Stromausfall?
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12:17 05.10.2018
Im Falle eines Stromausfalls oder einer Störung der Internetverbindung kann ein Smart Home nicht in vollem Umfang genutzt werden. Vor allem Cloud-Dienste bieten ein erhöhtes Risiko. Quelle: Rainer Jensen/dpa
Hannover

Für Bewohner eines Smart Home gilt: Je vernetzter, desto komfortabler. Folglich ist eine zuverlässige Strom- und Netzversorgung das A und O, wenn es darum geht, das intelligente Zuhause in vollem Umfang nutzen zu können. Aussetzer in der Stromversorgung und andere Probleme müssen aber nicht zwangsläufig zum Komplettausfall der Technik führen.

Kein Licht mehr ohne Internet?

Generell kommt es immer darauf an, wie komplex die einzelnen Geräte innerhalb eines Systems miteinander verknüpft sind. Wichtig ist auch, ob definierte Regeln, etwa für die Steuerung von Lampen, Jalousien oder der Heizung, in der Cloud des Anbieters oder aber lokal gespeichert sind. In letzterem Fall lassen sich die Systeme und Geräte auch ohne Internet bedienen - vorausgesetzt man befindet sich im heimischen WLAN-Netz und der Hersteller erlaubt eine solche Offline-Nutzung.

Sind die Regeln hingegen in der Cloud gespeichert, droht doppelte Gefahr. Sowohl Störungen in der eigenen Internetverbindung, als auch Ausfälle des Cloud-Dienstes beim Anbieter, können die Bedienbarkeit des Smart Home erheblich einschränken.

Um auf der sicheren Seite zu sein, sollte deshalb eine Ersatzverbindung eingerichtet werden, die im Ausfall der ersten Internetverbindung einspringt. Diese nutzt dann das Mobilfunknetz und ermöglicht maximale Bedienbarkeit, auch von unterwegs. Die meisten Anbieter bieten ihren Kunden entsprechende Lösungen an, die eine Nutzung des Systems auch bei Wegbrechen der primären Verbindung ermöglicht.

Super-GAU Stromausfall?

Etwas dramatischer ist ein Stromausfall. Schließlich sind hiervon alle elektrischen Geräte betroffen, nicht nur der Router oder Hub, über den das System gesteuert wird. Wichtige Sicherheitselemente wie Rauchmelder funktionieren beim Ausfall des Stroms natürlich trotzdem, da diese batteriebetrieben sind. Allerdings führt ein Ausfall der Zentrale dazu, dass das System keine Push-Nachrichten mehr an die Bewohner schickt. Wer sich also nicht im Haus aufhält, während ein batteriebetriebener Sensor Alarm schlägt, würde von der Gefahr gar nichts mitbekommen.

Aus diesem Grund bietet es sich an, eine sogenannte unterbrechungsfreie Stromversorgung, kurz USV, zu installieren. Für den privaten Wohnbereich gibt es diese bereits ab 50 Euro. Vor dem Kauf sollte man sich allerdings über die Leistungsfähigkeit informieren. Je nach Modell lässt sich eine USV als Steckdosenleiste für mehrere sowie als Adapter vor einzelne Geräte einsetzen. Mit dieser Lösung ist gewährleistet, dass das Smart Home auch bei Stromausfall noch aus der Ferne gesteuert und überwacht werden kann.

Weniger smart ohne Strom und Internet?

Je digitaler die Welt, desto wichtiger eine stabile Infrastruktur, welche die Vorzüge auch gewährleistet. Das gilt umso mehr für das Smart Home, was vor allem in puncto Sicherheit eine dauerhaft verlässliche Strom- und Netzversorgung benötigt. Für Häuser, die mit einem Smart Lock ausgestattet sind, gilt das in erhöhtem Maße. Zwar lassen sich diese in der Regel auch noch manuell mit einem Schlüssel sperren und entsperren. Genauso lassen sich natürlich auch Lichtschalter und Thermostate ohne Internet bedienen - nur sind sie eben nicht mehr smart.

Ein Ausfall des Stroms oder des Internets katapultiert Smart-Home-Bewohner nicht automatisch zurück in die Steinzeit. Dennoch demonstriert beides die zunehmende Abhängigkeit der Gesellschaft von der digitalen Technik.

Von RND/pf

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