Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wissen So viele Keime lauern in Kaffee-Automaten
Nachrichten Wissen So viele Keime lauern in Kaffee-Automaten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:16 29.06.2017
Für viele ein Morgenritual – der Kaffee aus dem Vollautomaten. Quelle: dpa
Kleve

Aus vielen Büros in Deutschland und mittlerweile auch Privathaushalten ist der Kaffeevollautomat fast nicht mehr wegzudenken.

Doch so elegant die Geräte von außen wirken und so stylisch die Zubereitungen von Cappuccino, Latte macchiato und Co. daher kommen, so ekelerregend kann manchmal das sein, was im Inneren der Maschine lauert.

Nachgewiesen hat das jetzt der Wissenschaftler Jan Schages. Für seine Masterarbeit hatte der Absolvent der Hochschule Rhein-Waal verschiedene Kaffeevollautomaten untersucht.

Ein perfektes Zuhause für Bakterien und Keime

Was er fand, dürfte vielen Kaffeegenießer das Morgenritual vermiesen: Schages berichtet über „Bakterienkolonien“ und schleimige „Biofilme“ – die man sonst im Abfluss einer Spüle finde.

Wer schlürft täglich am meisten Kaffee im Job? Eine Studie aus dem Jahr 2014 offenbart verblüffende Ergebnisse. Hier sind die zehn Jobs mit dem höchsten Koffein-Konsum.

Absolvent Schages, der mittlerweile als Wissenschaftlicher Assistent an der Hochschule Rhein-Waal arbeitet, kommt zu einem eindeutigen Schluss: Kaffeemaschinen seien ein perfektes Zuhause für Bakterien und Keime. Schages betont aber auch, dass es bislang keine Hinweise auf eine gesundheitliche Gefährdung gebe.

Ein paar Grad mehr helfen schon

Wer als Kaffeegenießer nun empört den Kopf schüttelt, muss sich womöglich selbst in die Pflicht nehmen – denn der Bakterienbefall ist auf mangelnde Hygiene zurückzuführen.

Wissenschaftler Schages rät entsprechend, Kaffeemaschinen häufig gründlich zu reinigen. Insbesondere der Wasserbehälter sollte nicht nur täglich mit frischem Wasser gefüllt werden, sondern auch regelmäßig geputzt werden.

Eine regelmäßige Reinigung empfiehlt Schages auch für den Kaffeebehälter und die Brüheinheit. „Das alles beugt nicht nur den Keimen und Bakterien vor, es kommt auch der Maschine zugute – sie behält ihre Leistung“, sagt der Hygieniker der Rheinischen Post.

Darüber hinaus hat er auch noch einen Expertentipp: Wer die Ausgabetemperatur an seiner Kaffeemaschine ändern kann, sollte sie höher stellen. Im Schnitt sei ein Kaffee aus dem Automaten zwischen 60 bis 63 Grad Celsius heiß. Erhöht man diese Temperatur nur leicht auf 68 Grad Celsius, werde ein Großteil der Keime abgetötet.

Schages bleibt dem Thema Haushalthygiene übrigens treu. In seiner Doktorarbeit untersucht er Waschmaschinen auf ihren Bakteriengehalt. Womöglich erwarten uns dann bald wieder Ergebnisse, die mindestens nachdenklich machen.

Von zys/RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wer allein für ein Kind sorgen muss, findet das hierzulande oft schwierig. Nur 47 Prozent aller alleinstehenden Eltern finden, dass Deutschland ein familienfreundliches Land ist.

28.06.2017
Wissen Tai-Chi-Serie mit Übungsvideo - Sich einschwingen mit den klebenden Händen

Tai-Chi-Lehrer Andreas Gran stellt Ihnen heute die erste Partnerübung vor, die sich „Klebende Hände“ nennt. Genau genommen ist es eine Vorübung für weitere Partnerübungen, die in den kommenden Wochen folgen.

26.06.2017

Früher arbeitete Steven Spyrou als DJ auf St. Pauli und veranstaltete Rockkonzerte. Inzwischen bringt er als Tagesvater Kindern die Natur näher. In seinem Beruf ist der Hamburger ein echter Exot.

23.06.2017