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14:44 19.02.2018
Die Menschen sind längst überzeugt, dass sie nicht die einzigen im Universum sind – und hoffen auf ähnlich nette Nachbarn wie E.T. (rechts). Quelle: Foto: dpa
Austin

Jahrzehnte lang lehrte Hollywood die Menschen das Fürchten vor dem Leben aus dem All. In Roland Emmerichs spektakulärer Apokalypse „Independence Day“ etwa kostete eine Invasion feindlicher Aliens drei Milliarden Menschen das Leben. Was aber wäre, wenn die Außerirdischen gar so knuddelig und freundlich wären wie das chaotische Zottelwesen Alf oder der hässliche, aber liebenswerte E.T.?

Diese, nicht ganz so aufregende Variante hält der US-amerikanische Psychologe Michael Varnum von der Arizona State University für am wahrscheinlichsten. „Wenn wir von Angesicht zu Angesicht mit Leben von außerhalb der Erde stünden, würden wir das tatsächlich ziemlich positiv sehen“, sagt der Forscher, nachdem er Hunderte Menschen in den USA befragt und zahlreiche Zeitungsartikel – unter anderem von der „New York Times“ und der „Washington Post“ – ausgewertet hat.

E.T.: Ein freundlicher Außerirdischer auf der Erde

Zwar lag der Schwerpunkt der Untersuchungen, die am Freitag offiziell vorgestellt werden sollten, auf Mikroben. Dennoch ist der Psychologe davon überzeugt, seine Ergebnisse auch auf die Begegnung von Menschen mit intelligenten, extraterrestrischen Lebensformen übertragen zu können. An der positiven Grundhaltung gegenüber Außerirdischen würde eine Entdeckung dieser zumindest nicht mehr viel ändern. „Unsere Zivilisation würde nicht zusammenbrechen und es gäbe wahrscheinlich auch kein Chaos auf unseren Straßen“, sagte Varnum dem Magazin LiveScience.com.

Michael Varnum erklärt: Wie würden Menschen auf Aliens reagieren?

Demnächst will der US-Psychologe seine Ergebnisse in anderen Ländern, darunter auch in Deutschland, überprüfen. Bei der Fortsetzung der Studie will er unter anderem feststellen, ob es in der Wahrnehmung möglicherweise kulturelle Unterschiede gebe. Dann will Varnum auch explizit ermitteln, wie die Menschen intelligentem, außerirdischem Leben gegenüberstehen würden.

Studien zufolge glaubt die Hälfte der US-Amerikaner, Briten und Deutschen übrigens bereits jetzt an die Existenz außerirdischer Intelligenz. 30 Prozent der Befragten gehen sogar davon aus, dass Aliens uns bereits kontaktiert haben oder gar unter uns waren. Aus Sicht Varnums ist das für uns Menschen durchaus ein tröstlicher Gedanke: „Ich habe den Eindruck, dass die Vorstellung auf die meisten Menschen eher angenehm als bedrohlich wirkt“, sagt er. „Vielleicht lässt uns das weniger zerbrechlich und einsam erscheinen.”

Von Valentin Frimmer

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