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Wissen Winterdienst: Wann Mieter zur Schaufel greifen müssen
Nachrichten Wissen Winterdienst: Wann Mieter zur Schaufel greifen müssen
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23:38 12.01.2017
Wenn Schnee fällt, steht für Hauseigentümer, manchmal aber auch für Mieter der Winterdienst an. Quelle: dpa
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Berlin

Schnee und Eis auf den Wegen müssen in der Regel von den Grundstückeigentümern oder den Vermietern beseitigt werden. Allerdings können diese die Räumpflicht auch auf Mieter übertragen, erklärt der Deutsche Mieterbund in Berlin. Ein Aushang im Hausflur reiche dafür aber nicht aus, erklärt die Stiftung Warentest. Mieter seien zum Streu- und Räumdienst nur verpflichtet, wenn sich das aus dem Mietvertrag ergebe. Ist der Mieter aus beruflichen Gründen oder krankheitsbedingt verhindert, muss er sich dann um eine Vertretung kümmern. Wenn die Mieter in einem Mehrfamilienhaus zum Winterdienst verpflichtet sind, so müssen sie abwechselnd Schnee fegen und bei Glatteis streuen.

Schneeschippen im Morgengrauen

Geräumt werden muss aber nicht rund um die Uhr. Geleistet werden muss der Winterdienst werktags in der Regel von 7.00 Uhr bis 20.00 Uhr und an Sonn- und Feiertagen ab 8.00 Uhr. Allerdings macht die Stiftung Warentest darauf aufmerksam, dass „es nicht reicht, um 7 Uhr mit dem Räumen zu beginnen. Der Weg muss dann schon begehbar und sicher sein.“

Je nach Witterungsverhältnissen muss im Laufe des Tages auch mehrmals gefegt und gestreut werden. Als Streu­gut seien Sand, Asche oder Splitt erlaubt, Salz sei dagegen verboten – „außer bei extremen Wetter­verhält­nissen wie etwa Eisregen, denen nicht anders beizukommen ist“, erklärt die Stiftung Warentest. Ist wegen anhaltenden Schneefalls eine Beseitigung sinnlos, entfällt laut Mieterbund die Räumungspflicht. Im Streitfall muss der Mieter oder Eigentümer hierfür jedoch den Nachweis erbringen.

Gefegt und gestreut werden müssen der Bürgersteig, der Hauseingang sowie die Wege zu Mülltonnen und Garagen. Die Gehwege vor dem Haus müssen mit einer Mindestbreite von einem Meter vom Schnee befreit werden. An Hauptverkehrs- und Geschäftsstraßen muss ein mindestens 1,5 Meter breiter Streifen geräumt werden. Für Wege zu Mülltonnen oder Garagen gilt eine Mindestbreite von einem halben Meter.

Von dpa/RND/wer

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