Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 5 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Azteken-Ruine mit Schädeln von Menschenopfern entdeckt

Archäologie Azteken-Ruine mit Schädeln von Menschenopfern entdeckt

Etwa zwei Meter unter der Erde von Mexiko-Stadt machen Wissenschaftler einen schaurigen Fund. Die "Schädel-Wand" könnte die wichtigste der einstigen Azteken-Metropole Tenochtitlan gewesen sein.

Voriger Artikel
Ariane-5-Rakete bringt Telekom-Satelliten ins All
Nächster Artikel
Forstwirte beklagen Buchensterben

Mexikanische Archäologen haben eine große Mauer mit eingeschlagenen Menschenschädeln aus der Aztekenzeit mitten in Mexiko-Stadt entdeckt.

Quelle: Hector Montano/ Nationales Anthropologie-Museum Mexiko

Mexiko-Stadt. Mexikanische Archäologen haben eine große Mauer mit eingeschlagenen Menschenschädeln aus der Aztekenzeit mitten in Mexiko-Stadt entdeckt.

Die Überreste aus Menschenopfern kamen bei Ausgrabungen in der Nähe des größten Azteken-Tempels im Zentrum der mexikanischen Hauptstadt zutage, wie die Wissenschaftler bekanntgaben. Nach ihrer Einschätzung könnte es sich um die wichtigsten Wand dieser Art am Templo Mayor handeln.

Sichtbar seien 35 Schädel überwiegend junger Männer, erklärten die Archäologen des Nationalen Instituts für Anthropologie und Geschichte im Anthropologie-Museum Mexikos. Die sogenannte "Tzompantli" (so etwas wie "Wand oder Gestell der Schädel" in der indigenen Sprache Nahuatl) ist demnach etwa 34 Meter lang und 45 Zentimeter hoch. Sie lag etwa zwei Meter tief.

Wegen des Standortes sei anzunehmen, dass sie die Haupt-"Tzompantli" der ehemaligen Azteken-Hauptstadt Tenochtitlan gewesen sei, sagte der Archäologe Eduardo Matos Moctezuma. Die Experten rechnen mit weiteren Funden in der Gegend. Nach einer ersten Phase zwischen Februar und Juni sollen die Ausgrabungen weitergehen. Mexiko-Stadt liegt genau über den Ruinen des früheren Tenochtitlan.

Menschenopfer waren üblich bei vielen Völkern in Mittelamerika vor der spanischen Eroberung im 16. Jahrhundert. Gefangene Krieger aus benachbarten Dörfern wurden den Göttern geopfert und ihre Schädel oft zur Einschüchterung möglicher Eindringlinge zur Schau gestellt. Vor allem die Azteken im heutigen Zentralmexiko pflegten einen grausamen Opferkult.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wissenschaft
  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Great Barrier Reef" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Great Barrier Reef im Panometer Leipzig und den asisi-Panoramen in Dresden. mehr

  • Schlösserland Sachsen - Schlösserausflug
    Schlösserland Sachsen

    Schlösser, Burgen & Gärten - Besuchen Sie das Schlösserland Sachsen und erleben Sie die Sächsische Geschichte in ihrer schönsten Form. Erfahren... mehr

  • Wave-Gotik-Treffen
    Wave Gotik Treffen

    Das Wave-Gotik-Treffen Leipzig feierte 2016 sein 25-jähriges Bestehen. Einen Rückblick mit vielen Fotos gibt es in unserem Special. mehr

  • Highfield Festival
    Highfield Festival

    Das war das Highfield-Festival 2015. Hier gibt's den Rückblick mit zahlreichen Fotos. mehr