Volltextsuche über das Angebot:

24 ° / 10 ° Regenschauer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Britischer Astronaut steuert Weltraum-Rover von der ISS aus

Wissenschaft Britischer Astronaut steuert Weltraum-Rover von der ISS aus

Weltraumfahrzeuge, die auf Mars oder Mond herumkurven, gibt es seit längerem. Doch wie bei Autos auf der Erde: Technik und Ausstattung werden immer raffinierter. Jetzt feiert die Fachwelt einen neuen Erfolg.

Voriger Artikel
Raumfahrtunternehmen SpaceX will zum Mars
Nächster Artikel
Pollenallergiker reagieren auf Apfel und Co.

Es ist ein Erfolg für die Fachwelt: Ein britischer Astronaut hat von der Internationalen Raumstation ISS aus ein Roboterfahrzeug auf der Erde ferngesteuert.

Quelle: Max Alexander/Airbus Defence and Space

London/Darmstadt. Wichtiger Schritt zur Weltraum-Erforschung: Ein britischer Astronaut hat von der Internationalen Raumstation ISS aus ein Roboterfahrzeug auf der Erde ferngesteuert.

Tim Peake lenkte den Rover "Bridget" über zwei Stunden durch eine künstlich errichtete Mars-Landschaft in der Nähe von London. "Das war super erfolgreich, wir sind sehr glücklich", sagte Sebastian Martin von der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA) der Deutschen Presse-Agentur. Das ESA-Kontrollzentrum in Darmstadt überwachte das Experiment. Der fahrende Roboter wiegt 300 Kilogramm - Höchstgeschwindigkeit sind zwei Zentimer pro Sekunde, allerdings nur in einfachem, flachem Gelände.

Bei dem Test sei es für Peake aber darauf angekommen, "Bridget" durch schwieriges Gelände zu lenken, sagte Martin. Besonders kompliziert sei das Navigieren in völliger Dunkelheit. Dazu musste der Rover auf dem Airbus-Testgelände in eine künstliche Höhle fahren. Dort sei es "Bridget" gelungen, verschiedene leuchtende Objekte zu identifizieren und ihren Standort auf digitalen Karten zu markieren. 

Zur Steuerung wurde laut ESA ein sogenanntes Disruption Tolerant Networking verwendet, "eine Art Weltraum-Internet", das auch mit schweren Kommunikations-Abbrüchen und großen Latenzen umgehen könne. Das Besondere sei bei dem Experiment gewesen, "dass Peake das Fahrzeug live steuern konnte, praktisch wie mit einem Joystick", sagte Martin.

Ziel sei es, später Raumfahrzeuge etwa auf dem Mars, dem Mond oder auf Asteroiden von Astronauten von Orbitern aus zu steuern, die um diese Himmelskörper kreisen, so Martin. Dadurch würden große Zeitverzögerungen vermieden: Signale von der Erde brauchen zum Beispiel etwa 20 Minuten, um zum Mars zu gelangen.  

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wissenschaft
  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr

  • Farbspiele
    Die Sparkasse Leipzig sucht für Ihren Kalender 2018 farbenfrohe Fotos

    Die Sparkasse Leipzig sucht für ihren Kalender 2018 die 12 besten Motive aus hunderten Einsendungen. Die Entscheidung fällt in einem Voting. Hier k... mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Titanic" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Titanic-Panorama im Panometer Leipzig und den asisi-Panoramen in Dresden. mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr