Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -3 ° Nebel

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Deutsche Forscher ziehen zwei neue Krebsarten aus der Tiefe

Wissenschaft Deutsche Forscher ziehen zwei neue Krebsarten aus der Tiefe

In den Tiefen des Meeres haben Wissenschaftler der Senckenberg Gesellschaft zwei neue Krebsarten entdeckt.

Die winzigen Tiere wurden bei zwei Expeditionen im Golf von Mexiko und dem Karibischen Meer aus Tiefen zwischen 522 und 1162 Metern geholt, teilte Senckenberg am Meer in Wilhelmshaven am Freitag mit.

Voriger Artikel
Tintenfische mit buntem Macho-Gehabe
Nächster Artikel
Blauzungenkrankheit: Keine erkrankten Tiere, aber Impfungen

Munidopsis tuerkayi: In den Tiefen des Meeres haben Wissenschaftler der Senckenberg Gesellschaft diese und eine weitere neue Krebsart entdeckt.

Quelle: Senckenberg Gesellschaft/dpa

Wilhelmshaven. "Eine der neuen Arten - Munidopsis tuerkayi - haben wir nach unserem guten Freund und Kollegen Professor Michael Türkay benannt", sagte der Abteilungsleiter für Meeresforschung, Prof. André Freiwald.

Türkay war im September 2015 im Alter von 67 Jahren gestorben. Über viele Jahre war er Leiter der Senckenberg Schule und Direktoriumsmitglied. Schon als 16-Jähriger - damals freier Mitarbeiter bei Senckenberg - befasste er sich mit Krebstieren. "Er hat diese Tiere geliebt", sagte die Meeresbiologin Lydia Beuck. Ursprünglich sollte Türkay an der Publikation über die neuen Krebsarten mitwirken.

Der nach Türkay benannte Springkrebs ist nur etwa sieben Millimeter groß, hat einen durchscheinend weiß-rosa Panzer und fühlt sich in Wassertiefen zwischen 539 und 578 Meter wohl. "Bisher lebte er dort unentdeckt und namenlos", sagte Beuck, die zusammen mit Freiwald Kaltwasserkorallen in dem Meeresgebiet erforschen wollte. Bei der Expedition 2012 holten die Forscher den winzigen Krebs und einige weitere Arten der Gattung Munidopsis aus dem Meer. "Und was man fängt wird auch untersucht", sagte Beuck.

Insgesamt fünf verschiedene Springkrebs-Arten konnte das Wissenschaftler-Team bestimmen - zwei Arten waren bisher noch unbekannt und wurden neu beschrieben. Der zweite Neuling erhielt seinen Namen nach der Fundregion. Munidopsis karukera wurde nach der Insel Karukera benannt. Die Studie erschien am 12. Juli im Fachjournal "Zootaxa".

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wissenschaft
  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Great Barrier Reef" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Great Barrier Reef im Panometer Leipzig und den asisi-Panoramen in Dresden. mehr

  • Schlösserland Sachsen - Schlösserausflug
    Schlösserland Sachsen

    Schlösser, Burgen & Gärten - Besuchen Sie das Schlösserland Sachsen und erleben Sie die Sächsische Geschichte in ihrer schönsten Form. Erfahren... mehr

  • Wave-Gotik-Treffen
    Wave Gotik Treffen

    Das Wave-Gotik-Treffen Leipzig feierte 2016 sein 25-jähriges Bestehen. Einen Rückblick mit vielen Fotos gibt es in unserem Special. mehr

  • Highfield Festival
    Highfield Festival

    Das war das Highfield-Festival 2015. Hier gibt's den Rückblick mit zahlreichen Fotos. mehr