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Deutsche Forscher ziehen zwei neue Krebsarten aus der Tiefe

Wissenschaft Deutsche Forscher ziehen zwei neue Krebsarten aus der Tiefe

In den Tiefen des Meeres haben Wissenschaftler der Senckenberg Gesellschaft zwei neue Krebsarten entdeckt.

Die winzigen Tiere wurden bei zwei Expeditionen im Golf von Mexiko und dem Karibischen Meer aus Tiefen zwischen 522 und 1162 Metern geholt, teilte Senckenberg am Meer in Wilhelmshaven am Freitag mit.

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Munidopsis tuerkayi: In den Tiefen des Meeres haben Wissenschaftler der Senckenberg Gesellschaft diese und eine weitere neue Krebsart entdeckt.

Quelle: Senckenberg Gesellschaft/dpa

Wilhelmshaven. "Eine der neuen Arten - Munidopsis tuerkayi - haben wir nach unserem guten Freund und Kollegen Professor Michael Türkay benannt", sagte der Abteilungsleiter für Meeresforschung, Prof. André Freiwald.

Türkay war im September 2015 im Alter von 67 Jahren gestorben. Über viele Jahre war er Leiter der Senckenberg Schule und Direktoriumsmitglied. Schon als 16-Jähriger - damals freier Mitarbeiter bei Senckenberg - befasste er sich mit Krebstieren. "Er hat diese Tiere geliebt", sagte die Meeresbiologin Lydia Beuck. Ursprünglich sollte Türkay an der Publikation über die neuen Krebsarten mitwirken.

Der nach Türkay benannte Springkrebs ist nur etwa sieben Millimeter groß, hat einen durchscheinend weiß-rosa Panzer und fühlt sich in Wassertiefen zwischen 539 und 578 Meter wohl. "Bisher lebte er dort unentdeckt und namenlos", sagte Beuck, die zusammen mit Freiwald Kaltwasserkorallen in dem Meeresgebiet erforschen wollte. Bei der Expedition 2012 holten die Forscher den winzigen Krebs und einige weitere Arten der Gattung Munidopsis aus dem Meer. "Und was man fängt wird auch untersucht", sagte Beuck.

Insgesamt fünf verschiedene Springkrebs-Arten konnte das Wissenschaftler-Team bestimmen - zwei Arten waren bisher noch unbekannt und wurden neu beschrieben. Der zweite Neuling erhielt seinen Namen nach der Fundregion. Munidopsis karukera wurde nach der Insel Karukera benannt. Die Studie erschien am 12. Juli im Fachjournal "Zootaxa".

dpa

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