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Europa bringt Sonde auf Kurs zum Mars

Raumfahrt Europa bringt Sonde auf Kurs zum Mars

Die erste Etappe einer Sonde auf dem Weg zum Mars ist geglückt. In sieben Monaten soll sie den Nachbarplaneten der Erde erreicht haben. Dann geht es um die Frage: Gibt es Spuren von Leben auf dem Mars?

Baikonur/Darmstadt. Nächster Halt: Roter Planet! Eine Sonde der europäischen Raumfahrtagentur Esa und der russischen Behörde Roskosmos ist erfolgreich auf Kurs zum Mars. Dort soll nach Spuren von Leben gesucht werden.

Rund zwölf Stunden nach dem Start nahm die Sonde eine riskante Hürde, indem sie die Raketen-Oberstufe abtrennte und ihre Solarmodule für den weiteren Flug ausfuhr. "Wir sind auf dem Weg zum Mars", sagte Esa-Direktor Jan Wörner in der Nacht. Die Reise dauert planmäßig etwa sieben Monate.

Der Start einer Proton-M-Rakete vom russischen Kosmodrom Baikonur in Kasachstan war am Montag mit Spannung verfolgt worden. Wörner sprach von dem bevorstehenden Beginn eines "neuen Zeitalters der Mars-Exploration". Er lobte die Zusammenarbeit zwischen Esa und Roskosmos beim mehrere Milliarden teuren ExoMars-Projekt. Die russischen Partner hätten für einen optimalen Start gesorgt.

Roskosmos-Chef Igor Komarow sagte der Agentur Interfax zufolge, es sei ein harter Tag gewesen, aber alles sei erfolgreich verlaufen: "Nur durch Zusammenarbeit kommen die besten technischen Lösungen für herausragende wissenschaftliche Ergebnisse zustande. Roskosmos und die Esa sind zuversichtlich, dass die Mission ein Erfolg wird."

Zunächst sollen Mitte Oktober der Satellit Trace Gas Orbiter (TGO) und das Testlandemodul "Schiaparelli" den Mars erreichen. Der Satellit TGO soll unter anderem die Zusammensetzung der Atmosphäre untersuchen. Mit "Schiaparelli" will die Esa ihre erste kontrollierte Landung auf dem Nachbarplaneten üben.

Die Erfahrungen sollen der Landung eines Rovers dienen, dem Herzstück von ExoMars. Der Rover soll voraussichtlich 2018 von Baikonur starten. Wegen möglicher technischer Probleme schließen die Experten allerdings eine Verzögerung um zwei Jahre nicht aus.

dpa

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