Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 5 ° Sprühregen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Forscher für künftige Mars-Mission ein Jahr unter Verschluss

Raumfahrt Forscher für künftige Mars-Mission ein Jahr unter Verschluss

Hawaii klingt toll - doch das Hawaii von "Hi-Seas" besteht aus Einöde, fernab jeder Siedlung. Auf einem Berg haben sich sechs junge Menschen wegschließen lassen. Alles im Dienste der Wissenschaft.

Voriger Artikel
Chirurgen finden mit Laser krebskrankes Hirngewebe
Nächster Artikel
53 Verdachtsfälle von Narkolepsie nach Schweinegrippe-Impfung

In der simulierten Marsstation auf Hawaii werden drei Männer und drei Frauen für ein Jahr in einer Art Wohngemeinschaft leben und zugleich wissenschaftliche Untersuchungen anstellen.

Quelle: HI-SEAS/dpa

Mauna Loa. Zur Vorbereitung einer Mission zu und auf fremden Planeten hat in Hawaii ein einjähriges Experiment begonnen: Sechs junge Wissenschaftler, darunter eine Deutsche, wollen zwölf Monate in einem geschlossenen System aushalten, ohne direkten Kontakt zur Außenwelt.

"Ein letzter Blick zur Erde", twitterte eine Teilnehmerin - und fotografierte die Fußmatte der Station.

Die Anlage ist hermetisch abgeriegelt, verlassen können die Forscher sie nur kurzzeitig und in Raumanzügen. Sie ist nicht allzuweit entfernt vom Berg Mauna Kea, der mit seinen Weltraumteleskopen für Astronomen zu den begehrtesten Orten der Welt gehört. Der Kontakt zur Außenwelt beschränkt sich auf Elektronik - und selbst da gibt es Grenzen.

Mit dem Projekt, dem vierten und mit Abstand längsten dieser Art auf Hawaii, soll erforscht werden, ob Leben in der Isolation möglich ist. Wichtig sind dabei nicht nur die biologischen und ökologischen Faktoren, sondern auch die sozialen: Ist Streit programmiert, übernimmt ein Einzelner die Führung, bilden sich Gruppen? Für einen langen Marsflug oder das Leben auf einer abgeschlossenen Station könnten diese Fragen ähnlich existenziell sein wie Luftversorgung und Nahrung.

Unter den drei Frauen und drei Männern ist die Physikerin Christiane Heinicke aus Bitterfeld in Sachsen-Anhalt. Das Projekt "Hawaii Space Exploration Analog and Simulation" (HI-SEAS) wird von der Weltraumagentur Nasa und der Universität von Hawaii betrieben. Heinicke hat an der Technischen Universität Ilmenau studiert und promoviert. Für das Experiment unter der wissenschaftlichen Käseglocke wurde sie aus vielen Bewerbern ausgewählt.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wissenschaft
  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr

  • Leipziger Buchmesse

    Leipziger Buchmesse und LVZ-Autorenarena bieten vom 23. bis 26. März 2017 wieder ein volles Programm. Alle Infos hier! mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Die XL - Leipzigs neue Straßenbahn
    Malaktion

    Erfahren Sie im Special zur neuen XL-Bahn der Leipziger Verkehrsbetriebe alle interessanten Neuigkeiten - Termine, Events und Informationen zu den... mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Titanic" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Titanic-Panorama im Panometer Leipzig und den asisi-Panoramen in Dresden. mehr