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Forscher messen Rekord-Erosion am Flussufer in Alaska

Wissenschaft Forscher messen Rekord-Erosion am Flussufer in Alaska

Die tauenden Permafrostböden in Alaska sind für die USA ein Problem. Erodierende Ufer gefährden Siedlungen, Straßen und Pipelines. Mit welchem Tempo Boden verloren gehen kann, zeigten Forscher jetzt an einem Plateau.

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Blick auf die 35 Meter hohe und 680 Meter lange Steilwand am Itkillit River im Norden Alaskas. Foto: Alfred-Wegener-Institut/Jens Strauss

Potsdam. Eine Rekord-Erosion haben Forscher an einem Flussufer im Norden Alaskas gemessen. Von 2007 bis 2011 wich eine 700 Meter lange und 35 Meter hohe Klippe am Itkillik River um 10 bis zu 100 Meter zurück.

Dabei ging eine Landfläche von 4,3 Fußballfeldern verloren, wie das internationale Team in einer kürzlich erschienen Studie im Fachmagazin "Geomorphology" berichtet. "Diese Ergebnisse zeigen, dass das Tauen von Permafrost nicht ausschließlich langsam vonstattengeht, sondern seine Folgen auch kurzfristig und unmittelbar spürbar werden", sagte der Permafrostforscher Jens Strauss vom Alfred-Wegener-Institut in Potsdam am Mittwoch. Gründe für die Erosion seien die arktische Erwärmung und Änderungen im Flusslauf.

Strauss hatte zusammen mit Kollegen aus den USA, Kanada und Russland einen Bereich am Itkillik River untersucht, wo der Fluss durch ein Plateau schneidet, dessen Untergrund zu 80 Prozent aus purem Eis und zu 20 Prozent aus gefrorenen Sedimenten besteht. Das Eis habe das Ufer in der Vergangenheit stabilisiert, sagte Strauss. Dieser Effekt gehe aber verloren, wenn der Fluss über einen längere Zeitraum Wasser führe und die Steilklippe nach Süden ausgerichtet ist und somit viel direkte Sonne abbekomme.

Nach Ansicht der Wissenschaftler zeigen diese Ergebnisse, mit welchem Tempo die Ufererosion voranschreiten und welches Ausmaß sie annehmen. Dies sollte künftig beim Planen von neuen Siedlungen, Stromtrassen oder Straßen berücksichtigt werden.

dpa

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