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Kindersterblichkeit um 53 Prozent gesunken

Gesundheit Kindersterblichkeit um 53 Prozent gesunken

Millionen von Kinderleben gerettet: Der Erfolg weltweiter Bemühungen zur Verbesserung der medizinischen Versorgung ist beachtlich. Aber längst nicht genug. Mehr Kinder könnten vor dem Tod bewahrt werden.

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Schutz vor Malaria-Mücken in Kenia: Die weltweite Kindersterblichkeit hat sich laut UN-Angaben seit 1990 mehr als halbiert.

Quelle: Stephen Morrison/Archiv

Genf. Die weltweite Kindersterblichkeit hat sich laut UN-Angaben seit 1990 mehr als halbiert. Damals starben noch 12,7 Millionen Kinder unter fünf Jahren, in diesem Jahr werden es geschätzte 5,9 Millionen sein.

Allerdings sei das UN-Millenniumsziel nicht erreicht worden, diese Todesfälle um zwei Drittel bis 2015 zu reduzieren, heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht. 2015 sei aber aller Voraussicht nach das erste Jahr, in dem die Sterblichkeit auf weniger als sechs Millionen Kinder sinkt.

Trotz der beachtlichen Reduzierung um 53 Prozent im Vergleich zu 1990 würden aber noch an jedem Tag durchschnittlich 16 000 Kinder sterben. Dabei seien die meisten Todesursachen vermeidbar, heißt es in dem Bericht des Kinderhilfswerks Unicef, der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Weltbank und der UN-Abteilung für Wirtschaftliche und Soziale Angelegenheiten (UNDESA).

Neben Frühgeburten werden als Hauptursachen Lungenentzündungen, Komplikationen bei der Geburt, Durchfall, Blutvergiftung und Malaria genannt. 45 Prozent der Todesfälle ereigneten sich in den ersten 28 Lebenstagen. Bei nahezu der Hälfte spiele Unterernährung eine Rolle. Die höchsten Sterberaten seien immer noch in Afrika südlich der Sahara sowie in Südasien zu verzeichnen.

UN-Experten rufen deshalb zu stärkerer Hilfe für arme Länder in diesen Regionen auf, um deren Gesundheitswesen zu verbessern - insbesondere bei der Schwangerenbetreuung und der Geburtsmedizin. "Wir wissen, wie die Sterblichkeit unter Neugeborenen weiter verringert werden kann", erklärte die stellvertretende WHO-Direktorin Flavia Bustreo. Das Leben Tausender von Babys könne durch "einfache und bezahlbare" medizinische Maßnahmen gerettet werden.

dpa

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