Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Meereis der Arktis taut weit in Richtung Nordpol

Klima Meereis der Arktis taut weit in Richtung Nordpol

Die Eisfläche der Arktis ist stark geschrumpft. Nach der Rekordschmelze 2012 erreichte sie in diesem Jahr die zweikleinste Fläche seit Beginn genauer Messungen. Der Trend ist nach Expertenangaben ungebrochen.

Voriger Artikel
Turbo-Schmelze im „Ewigen Eis“
Nächster Artikel
Studie sieht Fehlentwicklung bei Prostatakrebs-OPs

Der AWI-Meereisdickensensor beim Messflug: «Erstmals ist das Eis an einer Stelle in einer durchgehenden Fläche bis nördlich von 85. Grad Nord aufgetaut», sagt Klimaforscher Grosfeld.

Quelle: Alfred-Wegener-Institut/dpa

Bremerhaven. Die Meereisfläche in der Arktis ist in diesem Sommer weiter massiv geschrumpft. Das Eis sei bis in die Zentralarktis um den Nordpol hinein getaut, sagte der Klimaforscher Klaus Grosfeld vom Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut (AWI).

"Erstmals ist das Eis an einer Stelle in einer durchgehenden Fläche bis nördlich von 85. Grad Nord aufgetaut." So weit nördlich sei das Eis bis dato in den Sommermonaten noch nie geschmolzen. "Das zeigt, wie angegriffen das System ist", betonte er.

Im Winter werde der Bereich zwar wieder zufrieren. Nun bestehe aber die Gefahr, dass im nächsten Sommer das Meereis wieder so weit zurück gehe. 2012 habe es in der Arktis auch bereits eine eisfreie Linse nördlich des 85. Breitengrades gegeben, sagte Grosfeld. "Die war aber nicht mit dem eisfreien arktischen Ozean verbunden." Dies sei diesmal der Fall gewesen. 

Die Eisfläche in der Arktis reduzierte sich nach Auswertungen des AWI und der Universität Hamburg im September auf eine Größe von knapp 4,1 Millionen Quadratkilometern: Das war nach der Rekordschmelze im Jahr 2012 die zweikleinste Fläche seit Beginn der Auswertung von Satellitendaten. Die im Frühjahr zunächst erwartete erneute Rekordschmelze sei unter anderem wegen eines Tiefdruckgebietes im Sommer ausgeblieben.

Grund für die Meereisschmelze sei die Klimaerwärmung. "Der Trend ist ungebrochen", sagte Grosfeld. Der vergangene Winter sei besonders warm gewesen. Dadurch habe sich in vielen Gebieten nur sehr langsam neues Meereis gebildet.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wissenschaft
  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Great Barrier Reef" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Great Barrier Reef im Panometer Leipzig und den asisi-Panoramen in Dresden. mehr

  • Schlösserland Sachsen - Schlösserausflug
    Schlösserland Sachsen

    Schlösser, Burgen & Gärten - Besuchen Sie das Schlösserland Sachsen und erleben Sie die Sächsische Geschichte in ihrer schönsten Form. Erfahren... mehr

  • Wave-Gotik-Treffen
    Wave Gotik Treffen

    Das Wave-Gotik-Treffen Leipzig feierte 2016 sein 25-jähriges Bestehen. Einen Rückblick mit vielen Fotos gibt es in unserem Special. mehr

  • Highfield Festival
    Highfield Festival

    Das war das Highfield-Festival 2015. Hier gibt's den Rückblick mit zahlreichen Fotos. mehr