Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 2 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Millionen Menschen bei Naturkatastrophen seit 1900 getötet

Wissenschaft Millionen Menschen bei Naturkatastrophen seit 1900 getötet

Erdbeben, Überflutungen, Vulkanausbrüche: Naturkatastrophen töten Menschen, zerstören Infrastrukturen und vernichten Besitz. Jetzt hat ein Karlsruher Wissenschaftler für die vergangenen 115 Jahre Bilanz gezogen. Er kommt auf riesige Zahlen.

Voriger Artikel
Superfood Muttermilch - Viel mehr als nur ein Nahrungsmittel
Nächster Artikel
Nasa-Raumsonde findet helle Krater auf Zwergplanet Ceres

Erdbeben und Tsunamis hinterlassen verheerende Schäden, wie hier 2011 in Japan (Kesennuma). Weltweit kamen seit dem Jahr 1900 rund acht Millionen Menschen durch Naturkatastrophen ums Leben.

Quelle: Kimimasa Mayama/Archiv

Karlsruhe/Wien. Naturkatastrophen haben nach Berechnungen eines Karlsruher Forschers seit dem Jahr 1900 weltweit rund acht Millionen Menschen getötet. Der wirtschaftliche Schaden summiere sich auf mehr als sieben Billionen US-Dollar, teilte das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit.

Das sind 7000 Milliarden Dollar, umgerechnet 6200 Milliarden Euro. Der Geophysiker James Daniell habe mehr als 35 000 Katastrophenereignisse zwischen 1900 und 2015 ausgewertet. Seine Ergebnisse stellte er am Montag bei der Jahresversammlung der European Geosciences Union in Wien vor.

Die höchste Zahl an Todesopfern gab es Daniells Angaben zufolge beim Hochwasser in China 1931, bei dem rund 2,5 Millionen Menschen starben. Der Tsunami im Indischen Ozean 2004 tötete rund 230 000 Menschen, der Zyklon Nargis 2008 in Myanmar rund 140 000. Bei Erdbeben starben seit 1900 insgesamt rund 2,23 Millionen.

Den größten wirtschaftlichen Schaden richtete das Tohoku-Erdbeben mit Tsunami und anschließender Atomkatastrophe in Japan 2011 an. Daniell kommt auf 335 Milliarden Dollar (296 Milliarden Euro) direkte Schäden. 18 500 Menschen starben, 450 000 wurden obdachlos.

Oft sei es unmöglich, eine genaue Zahl für ein Ereignis zu erhalten, da Schäden schwierig zu schätzen seien. Todeszahlen werden nach den Erkenntnissen des Wissenschaftlers zunächst häufig überschätzt, zum Beispiel beim Erdbeben in Haiti 2010, oder unterschätzt, wie beim Beben in Usbekistan 1966.

"Die absolute Zahl der jährlichen Toten durch Naturkatastrophen ist über die Jahre hinweg leicht gesunken – in Relation zum Bevölkerungswachstum sogar deutlich", erläutert Daniell. Grund sei eine bessere Vorbereitung der Menschen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wissenschaft
  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Great Barrier Reef" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Great Barrier Reef im Panometer Leipzig und den asisi-Panoramen in Dresden. mehr

  • Schlösserland Sachsen - Schlösserausflug
    Schlösserland Sachsen

    Schlösser, Burgen & Gärten - Besuchen Sie das Schlösserland Sachsen und erleben Sie die Sächsische Geschichte in ihrer schönsten Form. Erfahren... mehr

  • Wave-Gotik-Treffen
    Wave Gotik Treffen

    Das Wave-Gotik-Treffen Leipzig feierte 2016 sein 25-jähriges Bestehen. Einen Rückblick mit vielen Fotos gibt es in unserem Special. mehr

  • Highfield Festival
    Highfield Festival

    Das war das Highfield-Festival 2015. Hier gibt's den Rückblick mit zahlreichen Fotos. mehr