Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 2 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Schweiz: Auf grün glühenden Lichtschweif folgt Meteoritenhagel

Wissenschaft Schweiz: Auf grün glühenden Lichtschweif folgt Meteoritenhagel

Reste eines Himmelskörpers mit grün leuchtendem Schweif sind nach Forscherangaben auf die Erde eingeschlagen. Er war im März über Süddeutschland geflogen. Es komme nur sehr selten vor, dass ein solcher Felsblock nicht vollständig verglühe und Teile davon den Boden erreichten, teilte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit.

Voriger Artikel
Rindertuberkulose in Belgien: 167 Betriebe teilweise gesperrt
Nächster Artikel
Ozon-Anstieg in China bremst US-Erfolge aus

Der grün glühende Lichtschweif am Nachthimmel sorgte im Frühjahr für Aufregung.

Quelle: Sternwarte Welzheim/DLR

Stuttgart/Köln. t. Ein internationales Forscherteam habe zudem die Flugbahn der Feuerkugel durch die Atmosphäre rekonstruiert und den Fall der Meteoriten auf ein Gebiet in der Schweiz eingegrenzt, sagte DLR-Planetenforscher Jürgen Oberst.

Das mutmaßliche Streufeld erstreckt sich laut DLR über die Hochgebirgsregionen in den Schweizer Kantonen Schwyz, Uri, Graubünden und Tessin.

Viele Beobachter hatten den Schweif des Himmelskörpers Mitte März beobachtet. Bei Polizeipräsidien in Süddeutschland riefen Menschen an und meldeten Lichtblitze. Der Brocken aus dem All ging sieben Überwachungsstationen des DLR ins Netz. Die Experten berechneten auf dieser Grundlage seine genaue Flugbahn.

Demnach trat er am 15. März abends mit rund 78 000 Kilometern pro Stunde in die Atmosphäre ein. Sein Leuchtflug über 300 Kilometer dauerte rund 16 Sekunden, vom Schwäbischen Wald über den Bodensee in die Schweiz. Über dem östlichen Teil des Zürichsees zerbrach er dann in Stücke.

Von einer ursprünglichen Masse von rund 100 Kilogramm seien aber nur wenige Kilo des Brockens auf die Erde geregnet. Meteoriten-Sammler können sich freuen: "Wenn man sich Zeit nimmt und das Gelände systematisch absucht, sind die Chancen für einen Fund gar nicht so schlecht und jetzt ist die perfekte Zeit für eine Meteoritensuche", erklärte Oberst.

Meteoriten sind nach DLR-Angaben in der Regel besonders schwer, magnetisch und haben eine matte schwarze oder braune Kruste. Sie glänzen an angeschliffenen Ecken metallisch oder haben metallische Einschlüsse. Die Gesteine seien aber sehr selten.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wissenschaft
  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Great Barrier Reef" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Great Barrier Reef im Panometer Leipzig und den asisi-Panoramen in Dresden. mehr

  • Schlösserland Sachsen - Schlösserausflug
    Schlösserland Sachsen

    Schlösser, Burgen & Gärten - Besuchen Sie das Schlösserland Sachsen und erleben Sie die Sächsische Geschichte in ihrer schönsten Form. Erfahren... mehr

  • Wave-Gotik-Treffen
    Wave Gotik Treffen

    Das Wave-Gotik-Treffen Leipzig feierte 2016 sein 25-jähriges Bestehen. Einen Rückblick mit vielen Fotos gibt es in unserem Special. mehr

  • Highfield Festival
    Highfield Festival

    Das war das Highfield-Festival 2015. Hier gibt's den Rückblick mit zahlreichen Fotos. mehr