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Schweiz: Auf grün glühenden Lichtschweif folgt Meteoritenhagel

Wissenschaft Schweiz: Auf grün glühenden Lichtschweif folgt Meteoritenhagel

Reste eines Himmelskörpers mit grün leuchtendem Schweif sind nach Forscherangaben auf die Erde eingeschlagen. Er war im März über Süddeutschland geflogen. Es komme nur sehr selten vor, dass ein solcher Felsblock nicht vollständig verglühe und Teile davon den Boden erreichten, teilte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit.

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Der grün glühende Lichtschweif am Nachthimmel sorgte im Frühjahr für Aufregung.

Quelle: Sternwarte Welzheim/DLR

Stuttgart/Köln. t. Ein internationales Forscherteam habe zudem die Flugbahn der Feuerkugel durch die Atmosphäre rekonstruiert und den Fall der Meteoriten auf ein Gebiet in der Schweiz eingegrenzt, sagte DLR-Planetenforscher Jürgen Oberst.

Das mutmaßliche Streufeld erstreckt sich laut DLR über die Hochgebirgsregionen in den Schweizer Kantonen Schwyz, Uri, Graubünden und Tessin.

Viele Beobachter hatten den Schweif des Himmelskörpers Mitte März beobachtet. Bei Polizeipräsidien in Süddeutschland riefen Menschen an und meldeten Lichtblitze. Der Brocken aus dem All ging sieben Überwachungsstationen des DLR ins Netz. Die Experten berechneten auf dieser Grundlage seine genaue Flugbahn.

Demnach trat er am 15. März abends mit rund 78 000 Kilometern pro Stunde in die Atmosphäre ein. Sein Leuchtflug über 300 Kilometer dauerte rund 16 Sekunden, vom Schwäbischen Wald über den Bodensee in die Schweiz. Über dem östlichen Teil des Zürichsees zerbrach er dann in Stücke.

Von einer ursprünglichen Masse von rund 100 Kilogramm seien aber nur wenige Kilo des Brockens auf die Erde geregnet. Meteoriten-Sammler können sich freuen: "Wenn man sich Zeit nimmt und das Gelände systematisch absucht, sind die Chancen für einen Fund gar nicht so schlecht und jetzt ist die perfekte Zeit für eine Meteoritensuche", erklärte Oberst.

Meteoriten sind nach DLR-Angaben in der Regel besonders schwer, magnetisch und haben eine matte schwarze oder braune Kruste. Sie glänzen an angeschliffenen Ecken metallisch oder haben metallische Einschlüsse. Die Gesteine seien aber sehr selten.

dpa

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