Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 8 ° Regen

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Tigermücke überträgt erstmals Chikungunya-Virus in Spanien

Gesundheit Tigermücke überträgt erstmals Chikungunya-Virus in Spanien

In Spanien ist der erste Fall einer Infektion mit dem Chikungunya-Virus im eigenen Land registriert worden. Ein 60 Jahre alter Mann infizierte sich in der Provinz Valencia mit dem von der asiatischen Tigermücke übertragenen Virus.

Voriger Artikel
Faszinierende Aufnahmen von Erde und Mond
Nächster Artikel
Schau mir in die Augen: Pupillenform verrät Lebensweise von Tieren

Die als Krankheitsüberträger gefürchtete Asiatische Tigermücke könnte hierzulande heimisch werden.

Quelle: James Gathany/Centers for Disease Control and Preventions

Madrid. Wie die zuständigen Gesundheitsbehörden bestätigten, handelt es sich um einen Patienten aus der östlichen Küstenstadt Gandia, dem es inzwischen rund einen Monat nach Auftreten der ersten Symptome wieder gut gehe. 

Experten fürchten unterdessen, dass das Virus, das zunächst in Asien und Afrika registriert wurde und sich zuletzt in Mittel- und Südamerika rasant ausgebreitet hatte, nun auch in Europa auftritt.

Spanien-Besuchern gibt der wissenschaftliche Leiter des Centrums für Reisemedizin Düsseldorf, Tomas Jelinek, aber weitgehend Entwarnung. "Die Erkrankung selbst ist eher lästig als gefährlich. Sie läuft wie eine akute Grippe ab", erklärte der Experte der Deutschen Presse-Agentur.

Lokale Infektionen waren in Westeuropa bereits 2007 in Italien verzeichnet worden, seitdem hatte die Tigermücke als Hauptüberträger des Erregers hier aber nicht mehr zugeschlagen. Die Betroffenen zeigen laut Jelinek grippetypische Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Gefährlich sei das Virus für chronisch kranke, bereits geschwächte Menschen, Schwangere und Säuglinge. Einen Impfstoff oder eine gezielte Therapie gibt es bisher nicht.

Bislang trat das Chikungunya-Fieber vorwiegend in Afrika, in Südostasien, dem indischen Subkontinent und auf den Inseln im Indischen Ozean auf. Seit Ende 2013 scheint der Erreger sich aber rasant auszubreiten. So haben Gesundheitsbehörden in Süd- und Mittelamerika seitdem amtlichen Angaben zufolge rund 1,3 Millionen lokal erworbene Fälle von Chikungunya-Fieber registriert.

Etwa eine Woche lang ist der Kranke laut Jelinek durch Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen geschwächt. In wenigen Fällen könne es zu monatelang andauernden, rheumaähnlichen und damit sehr unangenehmen​ Gelenkschmerzen kommen. Todesfälle habe es ganz selten gegeben.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wissenschaft
  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Digital Abo

    "LVZ Digital Abo" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kön... mehr

  • Lichtfest Leipzig 2017

    Alljährlich am 9. Oktober erinnert das Lichtfest Leipzig auf dem Augustusplatz an die Ereignisse im Herbst 1989. Hier gibt es alle Infos. mehr

  • Touristik & Caravaning
    Themen, Tickets, Öffnungszeiten: Die wichtigsten Infos zur Messe Touristik & Caravaning (TC) 2017 im Special auf LVZ.de

    Urlaubsstimmung im Novembergrau: Alle Infos und News zur Reisemesse Touristik & Caravaning (TC) 2017 in unserem Special. mehr

  • Lachmesse Leipzig 2017

    Vom 15. bis 20. Oktober 2017 werden in Leipzig wieder massiv die Lachmuskeln gereizt. Über 180 Künstler kommen zur Lachmesse. mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr