Volltextsuche über das Angebot:

24 ° / 13 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Zukunftspreis für lebensrettendes Medikament

Wissenschaft Zukunftspreis für lebensrettendes Medikament

Der Zukunftspreis gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen in der deutschen Wissenschaft. Bundespräsident Gauck hat ihn nun verliehen - für einen Wirkstoff, der Leben retten kann.

Voriger Artikel
Studie: Immer mehr Lebensmittel enthalten billiges Fett
Nächster Artikel
Europa will Gravitationswellen im All messen

Bundespräsident Joachim Gauck (2.v.r.) verleiht den Deutschen Zukunftspreis 2015 an Ardeschir Ghofrani (l-r), Reiner Frey und Johannes-Peter Stasch.

Quelle: Rainer Jensen

Berlin. Für ein lebensrettendes Medikament haben Forscher aus Wuppertal und Gießen den Deutschen Zukunftspreis bekommen. Bundespräsident Joachim Gauck übergab die mit 250 000 Euro dotierte Auszeichnung in Berlin.

Damit setzten sich die Forscher von Bayer Pharma und der Justus-Liebig-Universität gegen zwei Mitbewerber durch. "Das ist ein unglaublicher Motivationsschub für uns", sagte Teamleiter Ardeschir Ghofrani.

Die beiden anderen Gruppen aus Hamburg und Oberfranken sowie aus Bayern waren für den Bau leichterer Flugzeuge mit Hilfe von 3D-Druck beziehungsweise für eine Technik zur Vermeidung von Autounfällen nominiert.

Der Deutsche Zukunftspreis gehört zu den wichtigsten Wissenschaftspreisen in Deutschland. Zu den Kriterien gehört neben einer innovationsstarken Forschungsleistung auch die Marktfähigkeit des Produktes.

Die Gewinner entwickelten einem Wirkstoff, der bei mehreren Formen von lebensbedrohlichem Lungenhochdruck wirkt. Das Medikament ist bereits in 50 Ländern zugelassen.

Die Patienten bilden zu wenig Stickstoffmonoxid, das ein gefäßerweiterndes Enzym stimuliert. Fehlt dieses, so verengen sich die Lungenarterien, in denen damit der Druck steigt. Für die Betroffenen wird jede Anstrengung schwierig, schon Treppensteigen bringt sie in Atemnot. Werden Patienten nicht therapiert, droht der Herztod. An Lungenhochdruck kann jeder erkranken, auch Kinder.

Den Wissenschaftlern gelang es nun, das gefäßerweiternde Enzym lösliche Guanylatcyclase unabhängig vom Stickstoffmonoxid anzuregen. Für die Forscher eine bahnbrechende Erkenntnis - sie fanden einen molekularen Ansatzpunkt, der in der Natur nicht genutzt wird. Das sei ein komplett neuer Mechanismus in der Pharmakologie, erklärte Ghofrani. "Es handelt sich um eine neue Medikamentenfamilie."

Das Medikament kann bestimmten Patienten helfen, für die es bisher keine medikamentöse Therapie gab. Bei anderen Betroffenen könnten die Symptome gelindert werden. Teilweise gelinge es, sie wieder in die Arbeitswelt zu integrieren, sagte Ghofrani. Das Medikament muss auf Dauer genommen werden, um die Krankheit im Griff zu halten.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wissenschaft
  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Digital Abo

    "LVZ Digital Abo" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kön... mehr

  • Lachmesse Leipzig 2017

    Vom 15. bis 20. Oktober 2017 werden in Leipzig wieder massiv die Lachmuskeln gereizt. Über 180 Künstler kommen zur Lachmesse. mehr

  • Die XL - Leipzigs neue Straßenbahn
    Malaktion

    Die neue XL-Bahn der Leipziger Verkehrsbetriebe ist in Leipzig unterwegs. Im Special sehen Sie Fotos und erfahren alle Neuigkeiten, Termine und Eve... mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr