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Autokorso: Was Fahrer beachten müssen

Verkehr Autokorso: Was Fahrer beachten müssen

Jubeln, hupen, Fahnen schwenken - echte Fußballfans hält es nach einem Sieg ihrer Mannschaft nicht mehr auf den Sitzen. Sie steigen in den Wagen und feiern mit einem Autokorso. Was ist dabei erlaubt und was nicht?

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Ausnahmezustand: Echte Fußballfans feiern einen Sieg der Deutschen mit einem Autokorso - alles ist dabei aber nicht erlaubt. Foto: Florian Schuh

Hamburg. Bei einem Sieg der Lieblingsmannschaft kennt die Freude von Fußballfans oft keine Grenzen. Sie schmücken ihr Auto und schwingen sich hinters Steuer - ab zum Autokorso. Doch was müssen sie dabei beachten?

"Keinesfalls dürfen zum Beispiel rote Ampeln und Stoppschilder überfahren werden", sagt Verkehrsrechtsexpertin Daniela Mielchen aus Hamburg. Außerdem sei es verboten, mehr Personen im Auto mitfahren zu lassen, als Sitzplätze mit Gurten vorhanden sind. Die Anschnallpflicht gelte weiterhin. So sind das weite Herauslehnen aus Fenstern, das Sitzen auf der Motorhaube oder dem Dach während der Fahrt nicht gestattet. Werden Fahnen geschwenkt, darf das keine Fußgänger gefährden. "Ebenso darf die Sicht des Fahrers nicht durch mitgeführte Flaggen oder Schals behindert werden."

Das gilt auch generell für den Autoschmuck etwa mit Aufklebern und Folien, teilt der Tüv Nord mit. Bei Stoffüberziehern im Flaggenlook für die Seitenspiegel dürfen dort integrierte Blinker nicht verdeckt werden. Fähnchen zum Einklemmen in die Seitenscheiben sind oftmals nicht stabil genug. Sie können etwa beim Abfallen nachfolgende Fahrzeuge beschädigen - dafür hafte der Fähnchen-Fahrer. Man sollte sie daher spätestens vor einer Autobahnfahrt entfernen.

Geht im EM-Trubel etwas zu Bruch, sollten Autofahrer sofort die Daten mit dem Verursacher austauschen. Denn im Getümmel bestehe die Gefahr, dass sich später nicht mehr feststellen lässt, wer den Schaden verursacht hat, erläutert Mielchen.

dpa

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