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Cannabis am Steuer ist fahrlässig - auch als Spätwirkung

Verkehr Cannabis am Steuer ist fahrlässig - auch als Spätwirkung

Wer unter Drogeneinfluss Auto fährt, riskiert eine Geldstrafe und Führerscheinentzug. Doch nicht jedem ist klar, wie lange die Wirkung eines Rauschmittels anhält. So gelangte der Fall eines Cannabis-Konsumenten vor dem BGH.

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Cannabis-Raucher sind verpflichtet, herauszufinden, ob sie noch verkehrstüchtig sind, bevor sie sich hinters Steuer setzen.

Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Karlsruhe. Wer sich mit Cannabis berauscht und Auto fährt,

 

muss mit Konsequenzen rechnen, auch wenn der Konsum schon länger

 

zurückliegt. Das stellt der

Bundesgerichtshof (BGH) in einem Beschluss klar. (Az. 4 StR 422/15)

In dem Fall sollte ein Mann 500 Euro Bußgeld zahlen und einen Monat

 

den Führerschein abgeben, weil seine Blutwerte bei einer

 

Verkehrskontrolle jenseits des Zulässigen lagen. Erlaubt ist eine

 

Konzentration des Wirkstoffs Tetrahydrocannabinol (THC) von maximal

 

1,0 Nanogramm pro Milliliter. Das zuständige

Amtsgericht stützte sich

 

allein auf den gemessenen Wert. Der Mann äußerte sich nicht zu den

 

Vorwürfen, wehrte sich aber mit einer Rechtsbeschwerde - dass er

 

fahrlässig gehandelt habe, sei nicht tragfähig begründet, meinte er.

Tatsächlich waren einige Oberlandesgerichte in ähnlichen Fällen der

 

Ansicht, der Fahrer habe nicht erkennen können, ob das Cannabis noch

 

in seinem Körper wirke. Das hat aber keine Rolle zu spielen, wie der

 

BGH jetzt grundsätzlich entscheidet. Wer Cannabis konsumiert hat, ist

 

demnach immer verpflichtet, vor der Fahrt herauszufinden, ob er

 

verkehrstüchtig ist - "durch gehörige Selbstprüfung" oder "Einholung

 

fachkundigen Rats". Im Zweifel muss er die Finger vom Steuer lassen.

dpa

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