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Die Premierenvorschau zum Genfer Autosalon

Verkehr Die Premierenvorschau zum Genfer Autosalon

Die CES in Las Vegas blickte im Januar weit in die Zukunft, die Detroit Motor Show zeigte vor allem XXL-Modelle für die USA. Die europäische Neuwagensaison aber startet traditionell mit dem Genfer Salon im März. Und der steht 2017 für ungewöhnlich praktische Autos.

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Deutlich gewachsenes Format: So bringt Opel die neue Generation des Insignia an den Start.

Quelle: GM Company/dpa-tmn

Genf. Bei den ersten Automessen des Jahres hat sich die PS-Branche zuerst auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas zukunftsträchtig und anschließend auf der Detroit Motor Show eher rückwärtsgewandt präsentiert.

Auf dem

Genfer Autosalon (9. bis 19 März) geben sich die Autohersteller dagegen sehr bodenständig. Denn nach den bisherigen Ankündigungen der Hersteller sind es vor allem bezahlbare Mittelklasse-Modelle, praktische Kombis und immer wieder neue SUV, die in der Schweiz im Rampenlicht stehen sollen.

Die größten Premieren feiern Volkswagen und Opel: Beide zeigen ein neues Topmodell. Bei Opel geht der Insignia in die nächste Runde und dreht sich mit deutlich gewachsenem Format als Grand Sport mit Fließheck im Rampenlicht. Und VW zieht das Tuch von der Coupé-Limousine Arteon, die oberhalb des Passat angesiedelt ist. Aber die Bühne in der Mittelklasse gehört Opel und VW nicht allein: Angeblich plant auch die Citroën-Schwester DS ein neues Flaggschiff, das in Genf seinen Einstand geben soll.

Zu den Trendsettern in Genf werden auch die Kombis zählen. Nicht nur der Insignia riskiert gleich zur Premiere als Sports Tourer eine große Heckklappe. BMW reicht wenige Monate nach dem Generationswechsel des 5ers einen Touring nach und verspricht bis zu 1700 Liter Ladevolumen. Und aus Stuttgart verdichten sich die Gerüchte, dass es Porsche ernst meint mit einem Panamera Kombi - selbst wenn der eher ein Shooting Brake wird und wohl als Sport Turismo auf die Bühne fahren wird.

Dazu gibt es eine Reihe neuer kleiner Geländewagen wie den gelifteten Captur bei Renault und eine Flut neuer Großstadtflitzer. Suzuki hat die nächste Generation des Swift angekündigt, Seat den neuen Ibiza. Ford stellt die bislang nur einem kleinen Kreis präsentierte achte Fiesta-Generation auf die große Bühne, Kia überarbeitet den Picanto.

Mercedes stimmt die Messegäste mit einer unkonventionellen Designstudie auf den bevorstehenden Generationswechsel der A-Klasse ein. Allerdings wird es dabei nicht bleiben: Fast am anderen Ende der Palette zeigen die Schwaben das neue Cabrio zur frisch erneuerten E-Klasse und bringen so zumindest ein wenig Leidenschaft auf die in diesem Jahr allem Anschein nach ungewohnt nüchterne Messe.

Glanz und Gloria wird es auch bei zwei Firmen geben, die bislang nicht für sonderlich leidenschaftliche Produkte standen. So feiert Kia die Europapremiere des Stinger, der als Sportlimousine mit bis zu 269 km/h zum bislang schnellsten Modell in der Geschichte des koreanischen Herstellers wird. Und Renault feiert nach Jahren des Vorgeplänkels das Comeback der legendären Alpine: Mit Leichtbau und Heckmotor soll das Coupé zum Konkurrenten etwa für Porsche Cayman oder Jaguar F-Type aufsteigen, kündigen die Franzosen an.

Bei den sonst für die Traumwagen zuständigen Luxusmarken ist 2017 dagegen nur wenig zu erwarten: Lamborghini ist offenbar so sehr mit der Entwicklung seines ersten Geländewagens beschäftigt, dass es seit langem nur noch für Derivate von Aventador und Huracan reicht. Bentley fächert die Modellpalette des Bentayga weiter auf, und bei Rolls-Royce wartet alle Welt auf den Nachfolger des Phantom und ebenfalls auf einen Geländewagen. Allerdings kommt für beide Modelle die Messe in Genf noch viel zu früh, heißt es in Unternehmenskreisen.

Was Aston Martin, Lotus, Ferrari oder Maserati zeigen, ist noch völlig unbekannt. Daher gehören die Schlagzeilen in der Luxusliga derzeit allein McLaren. Denn die Briten liefern bereits seit Wochen ein paar Salami-Scheibchen zum Projekt P14 - einem Supersportwagen, der mit mehr Leistung und höherem Tempo den 650S beerben soll.

dpa

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