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"Hände ans Steuer": Smartphone im Auto ohne Risiko nutzen

Verkehr "Hände ans Steuer": Smartphone im Auto ohne Risiko nutzen

Autofahren und Smartphone-Nutzung vertragen sich nicht. Das Handy lenkt vom Verkehrsgeschehen ab. Das kann gefährlich sein. Doch man kann auch mit Handy an Bord gut unterwegs sein.

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Lenkt ab und kostet Geld: Wer hinterm Steuer mit dem Smartphone in der Hand erwischt wird, zahlt 60 Euro Bußgeld und kassiert einen Punkt.

Quelle: Bodo Marks

München. "Be Smart! Hände ans Steuer - Augen auf die Straße." So heißt die Verkehrssicherheits-Kampagne des Automobilclubs Mobil in Deutschland und des TÜV Süd. Auf sein Mobiltelefon muss man allerdings nicht verzichten. Man kann auch mit dem Handy sicher unterwegs sein.

Laut einer Online-Umfrage des Automobilclubs Mobil in Deutschland und vom TÜV Süd nutzen mehr als drei Viertel der Befragten (77,1 Prozent) das Smartphone beim Fahren. Fast ein Drittel (28,9 Prozent) gab an, deshalb schon mal in eine gefährliche Situation geraten zu sein. Was bei der Smartphone-Nutzung am Steuer zu beachten ist:

Das Handy am Steuer nicht in die Hand nehmen: Die Straßenverkehrsordnung verbietet in Paragraf 23 die Nutzung eines Mobiltelefons nicht per se, sondern wenn es dafür "aufgenommen oder gehalten" werden muss. Laut dem Tüv Rheinland ist es egal, ob der Fahrer telefoniert, eine kurze Nachricht schreibt oder einfach nur mit dem Handy in der Hand herumspielt. Deshalb empfiehlt sich, das Handy in einer festen Halterung im Fahrzeug anzubringen.

Nicht schreiben: Auch wer sein Smartphone in einer Halterung mitführt, sollte sich vor zu intensiver Nutzung hüten. Zwar ist es nicht verboten, den Touchscreen zu bedienen, doch wer etwa eine SMS schreibt oder eine Nachricht per WhatsApp absetzen will, muss laut dem Auto-Club Europa (ACE) trotzdem mit ernsthaften Konsequenzen rechnen. Demnach erfüllt das permanente Tippen auf dem Handy auch mit Halterung den Tatbestand der rechtswidrigen Nutzung und kann 60 Euro Bußgeld kosten sowie mit einem Punkt geahndet werden.

Frei sprechen: Viele moderne Autos ermöglichen die Verbindung des Handys per Bluetooth mit einer Freisprecheinrichtung. Außerdem gibt es für jedes Handy separate Systeme im Zubehörhandel, wie Mobil in Deutschland erläutert. Wer sie nutzt, kann ganz legal telefonieren. Ablenken kann das Gespräch trotzdem, für längere Gespräche ist deshalb sicherer, auf einen Standplatz zu fahren.

Gut zureden: Moderne Smartphones lassen sich inzwischen oft auch per Sprachsteuerung nutzen. So können laut dem IT-Verband Bitkom auf diese Weise Anrufe entgegengenommen, SMS oder sogar E-Mails diktiert werden. Auch eingehende Nachrichten kann man sich vorlesen lassen und das Smartphone so legal nutzen.

Das Smartphone nicht griffbereit haben: Wer sich immer wieder dabei erwischt, dass er sein Telefon trotz guter Vorsätze beim Autofahren intensiv nutzt, dem rät Mobil in Deutschland, es zu verbannen. Im Kofferraum oder in einer Tasche auf dem Rücksitz verstaut ist es sicher und kann während der Fahrpausen hervorgeholt und genutzt werden.

dpa

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