Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -3 ° Nebel

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Sturzfrei und fit durch den Winter radeln

Verkehr Sturzfrei und fit durch den Winter radeln

Fahrradfahren im Winter? Kein Problem. Das Zweirad ist keineswegs nur ein Schönwetter-Fortbewegungsmittel. Fachleute raten aber dazu, den Drahtesel und die eigene Fahrweise gut auf die kalte Jahreszeit einzustellen.

Voriger Artikel
Neue Marke Lynk&Co startet mit Geländewagen 01
Nächster Artikel
Kfz-Versicherung dürfte für viele Fahrer teurer werden

«Verkehrswichtige» innerörtliche Radwege müssen Städte und Gemeinden im Winter regelmäßig von Eis und Schnee befreien. Foto: Gregor Bresser

Göttingen. Wer ganzjährig radeln will, sollte sein Rad und seine Fahrweise an den Winter anpassen. Das fängt bei den Reifen an. Eine Winterreifenpflicht wie beim Auto gibt es für Fahrräder nicht. Trotzdem gibt es dafür Lösungen, denn der Bereifung kommt eine ganz besondere Bedeutung zu.

"Wird der Radweg bedingt durch Nässe, Laub oder Schnee rutschig, ist es natürlich wichtig, mit Reifen unterwegs zu sein, die einen guten Grip bieten", sagt David Koßmann vom Pressedienst Fahrrad (pd-f). Spezielle Winterreifen etwa von Continental oder Schwalbe hätten hier durch ihre Lamellentechnik und die weicheren Gummimischungen Vorteile.

Der normale Radler jedoch komme auch mit profilierten Ganzjahresreifen gut durch den Winter. "Bei uns ist es im Winter oftmals ja einfach nur kälter, während extreme Verhältnisse mit viel Schnee und Eis die Ausnahme bleiben", sagt Koßmann.

Auf den Winterbetrieb einstellen lassen sich die Reifen durch einen einfachen Trick: "Wird der Luftdruck abgesenkt, erhöht sich die Auflagefläche und damit lässt sich das Rad sicherer durch Schnee und über rutschige Bereiche steuern", weiß René Filippek vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). Als Untergrenze sollte hier die Luftdruckangabe auf den Flanken der Reifen gelten.

"Die winterliche Mischung aus Schnee, Matsch und Salz setzt der Kette besonders zu, eine Kettenschaltung muss daher fast täglich neu geschmiert werden", sagt Filippek. Daneben sollte ein Fahrrad im Winter deutlich öfter abgewaschen und vom Straßensalz befreit werden. Wer vorsorgen will, kann sein Rad zum Beispiel mit Spritzwachs oder Silikon zusätzlich schützen. Zum winterlichen Vorab-Check gehören außerdem die Überprüfung der Bremsen und der Beleuchtung.

Die größte Gefahr droht Radlern, wenn sie auf vereiste Flächen treffen. "Dann hilft nur eines: nicht lenken oder bremsen und das Rad geradeaus ausrollen lassen", rät Filippek. Hierbei sollten Radler bedenken, dass sich rutschige Flächen im Herbst und Winter auch unter Laub oder Schnee verbergen können. Vor allem über zugeschneite oder anderweitig verdeckte Flächen sollte man im Winter daher stets ruhig und mit gedrosseltem Tempo fahren.

Eine besondere Bedeutung kommt der Beleuchtung zu: "Bedingt durch die kurzen Tage, den oft bedeckten Himmel und die schlechtere Sicht sollte man in den Wintermonaten besser immer mit Licht fahren - auch wenn es hierzu keine Verpflichtung gibt", rät Koßmann. Batteriebetriebene Lampen oder Nabendynamos sorgten heute dafür, dass die Lichterzeugung keinen zusätzlichen Kraftaufwand bedeutet. Achten sollten Kunden bei batteriebetriebenen Leuchten jedoch darauf, dass das Modell für den Straßenverkehr zugelassen ist. Erkennbar sei dies an einer Zulassungsnummer, die mit "~K" beginnt. Um besser gesehen zu werden, empfiehlt Koßmann außerdem Kleidung mit Reflektoren, mindestens aber ein Reflektorband für die Hose.

Ärgerlich wird es, wenn das Fahren unmöglich wird, weil der Radweg nicht geräumt ist. "Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs sind Städte und Gemeinden verpflichtet, "verkehrswichtige" innerörtliche Radwege im Winter regelmäßig von Schnee und Eis zu befreien", weiß Daniela Mielchen, Fachanwältin für Verkehrsrecht in Hamburg. Verunfallt ein Radfahrer, können ihm Haftungsansprüche gegen die Gemeinde zustehen. Allerdings sei der Radler auch dazu verpflichtet, seine Fahrweise anzupassen.

In jedem Fall sei es ratsam, so Mielchen, nach einem Sturz die Polizei zu rufen, um den Unfall dokumentieren zu lassen. Ist der Radweg noch nicht geräumt, dürfen Radler die Straße nutzen, nicht jedoch auf den Fußweg. "Der Fußweg darf nur genutzt werden, wenn dies ausdrücklich durch das Zusatzzeichen "Radfahrer frei" gekennzeichnet ist", erklärt Mielchen. Die Alternative: Absteigen und schieben.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Aktuelles
  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2016

    Sport frei!, heißt es auch 2016 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Great Barrier Reef" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Great Barrier Reef im Panometer Leipzig und den asisi-Panoramen in Dresden. mehr

  • Schlösserland Sachsen - Schlösserausflug
    Schlösserland Sachsen

    Schlösser, Burgen & Gärten - Besuchen Sie das Schlösserland Sachsen und erleben Sie die Sächsische Geschichte in ihrer schönsten Form. Erfahren... mehr

  • Wave-Gotik-Treffen
    Wave Gotik Treffen

    Das Wave-Gotik-Treffen Leipzig feierte 2016 sein 25-jähriges Bestehen. Einen Rückblick mit vielen Fotos gibt es in unserem Special. mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr

  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • So war das damals...
    So war das damals...

    Dies ist ein Geschichtenbuch der besonderen Art: Leserinnen und Leser der Leipziger Volkszeitung erzählen Erlebnisse aus ihrer Kindheit und Jugend,... mehr