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Welche Tiere für Autos problematisch sein können

Verkehr Welche Tiere für Autos problematisch sein können

Wenn Tiere im Straßenverkehr auftauchen, ist höchste Aufmerksamkeit geboten. Denn in der Regel reagieren sie nicht so, wie es der Autofahrer erwartet. Aber Tiere können sogar für parkende Autos gefährlich sein und für die Autobesitzer manchmal nervig.

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Marder verkriechen sich gerne unter der Motorhaube. Knabbern sie Schläuche oder Leitungen an, kann das ernste Folgen haben.

Quelle: Bildagentur-online

Stuttgart. Tiere und Autos - das passt nicht immer gut zusammen. Denn Tiere halten sich nicht an Verkehrsregeln. Bei den nachfolgenden Zwei-, Vier- und Mehrbeinern sollten Autofahrer besonders aufmerksam sein und richtig reagieren.

Marder: Ein bisschen Dämmmatte aus dem Motorraum fürs Nest und ein Stück Gummi zum Frühstück - der Marder ist der Schrecken Nummer eins für Autofahrer, die ihr Fahrzeug nicht in einer Garage parken. "Schutzdenken und Spieltrieb locken die Tiere unter die Motorhaube", erklärt Thomas Breitling vom Fachmagazin "ACE Lenkrad".

"Böse Folgen können Motorschäden sein, wenn die zerbissenen Schläuche der Wasserkühlung lecken." Auch Stromkabel oder Isolierungen sind vor Mardern nicht sicher. Die dadurch verursachten Schäden sind immens. Allein für 2014 summieren sich die Schäden an Pkws durch Marderbisse bei den Versicherungen auf 63 Millionen Euro, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mitteilt.

Was hilft? Schützen können sich Autobesitzer mit diversen Hilfsmitteln. So gibt es beispielsweise Ultraschallgeräte, die an die Bordelektrik angeschlossen werden und mittels hoher Frequenzen die Tiere fernhalten sollen. Effektiver ist nach Ansicht des ADAC jedoch das Abschotten des Motorraums, das auch nachträglich möglich ist.

Wildtiere: Zusammenstöße mit Wildtieren sorgen jedes Jahr für zahlreiche Schäden. Laut GDV wurden 2014 insgesamt 238 000 Pkw-Unfälle mit Rehen, Wildschweinen und anderem Wild gemeldet. Zwar sank die Zahl der Unfälle im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent, die Gesamtkosten stiegen aber um zwei Prozent auf 575 Millionen Euro.

Gefährlich werden Wildtiere für Autofahrer vor allem in der Dämmerung. "An Waldlichtungen etwa frühmorgens und abends muss man immer mit Wildwechseln rechnen", sagt Breitling. Hat bereits ein Tier die Straße überquert, müsse man aufmerksam sein, da Wildtiere oft im Rudel unterwegs sind. Dann gelte es, nicht extra aufzublenden, da die Tiere oft auf die Lichtquelle zulaufen.

Vögel : Es sind weniger die Vögel selbst als ihre Hinterlassenschaften, die bei Autobesitzern für Unmut sorgen. "Ätzender Vogelkot kann bleibende Schäden am Autolack hervorrufen", warnt Breitling. Ursache ist das im Vogelkot enthaltene Ferment Pankreatin, das seine ätzende Wirkung besonders im Zusammenspiel mit höheren Temperaturen entfaltet.

Ratsam ist es daher, Vogelkot sofort und richtig zu entfernen, denn je länger der Fleck auf dem Lack verbleibt, desto schlechter lässt er sich beseitigen. Am schonendsten lasse sich Vogelkot mit einem nassen Tuch oder einem Schwamm wegwischen, rät Breitling.

Insekten: Sowohl innerhalb als auch außerhalb des Autos können Insekten Autofahrern das Leben schwer machen. Der Klassiker ist die mit Insekten zugepflasterte Frontscheibe. Hier sollten Autofahrer mit der Reinigung nicht zu lange warten. "Hilfreich ist ein Fliegenschwamm, mit dem das tote Getier von Glas und Lack entfernt werden kann", empfiehlt Breitling. Weniger geeignet hingegen sei der Einsatz der Scheibenwischer. "Oft verschmieren die Wischer die Scheibe vollends und nehmen dem Fahrer die Sicht."

Auch das Sekret der Blattläuse, auch als Honigtau bekannt, kann ein Auto innerhalb weniger Stunden "blind" machen. Die klebrige Flüssigkeit lässt sich mit einer gründlichen Wäsche aber entfernen.

Im Innenraum können vor allem Wespen oder Bienen als Beifahrer die Verkehrssicherheit stören. "Auf keinen Fall sollte man während der Fahrt anfangen, das Insekt zu verscheuchen", rät Alexander Ahrens vom Verkehrsclub Deutschland (VCD). Gerade bei höheren Geschwindigkeiten könne durch ein spaltgroßes Öffnen des Fensters ein kleiner Sog erzeugt werden, durch den das Insekt herausfliegen kann.

dpa

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