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Gemischtes Bild: Grand Vitara zeigt langfristig Schwächen

Verkehr Gemischtes Bild: Grand Vitara zeigt langfristig Schwächen

Der Suzuki Grand Vitara ist ein vollwertiger Offroader. Bei Zuverlässigkeit und Komfort müssen Käufer jedoch Abstriche machen. Wer den Wagen aus zweiter Hand erwerben will, sollte vor allem auf Bremsen, Motor und Getriebe achten.

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Kantiger Charakter: Der Suzuki Grand Vitara signalisiert auch optisch eine gewisse Abenteuerlust.

Quelle: Suzuki

Berlin. Permanenter Allradantrieb, Geländereduktion, sperrbares Mitteldifferential, Leiterrahmen: Die technischen Eckdaten des Suzuki Grand Vitara machen klar, dass es sich nicht um ein weichgespültes SUV handelt, sondern um einen Geländewagen.

Ein gewisses Maß an Komfort bietet er trotzdem, wobei man nicht zu viel erwarten sollte. Leider gilt das auch für die Zuverlässigkeit. Der "Tüv-Report" hat den Grand Vitara zuletzt 2013 unter die Lupe genommen. Bei Achsen, Antriebswellen und Lenkung machten die Prüfer immerhin wenige Probleme aus.

Leider fällt er aber durch überdurchschnittlich hohen Ölverlust an Motor und Getriebe auf. Auch die Bremse, insbesondere an der Hinterachse, verzögert nach einigen Jahren nicht mehr optimal. Der Verschleiß der Bremsscheiben ist ebenfalls recht hoch.

Bleiben Grand Vitaras mal liegen, beruht das laut dem ADAC bei Diesel-Modellen der Baujahre 2006 bis 2007 öfter auf defekten Turboladern. Defekte Anlasser sorgten bis 2008 für Ärger, entladene Batterien bis zum Baujahr 2009. Von diversen Rückrufen war der Suzuki ebenfalls betroffen. Der größte betraf einen defekten Gummiflansch an Dieselmodellen, die zwischen Juni 2005 und Mai 2008 gebaut wurden. Dadurch kam es zu Lecks am Ladeluftsystem.

Als Zwei- und als Fünftürer mit 44 Zentimetern mehr Länge war der Grand Vitara der zweiten Generation erhältlich, das Cabrio gab es nur bis 2003 in der ersten Generation. Viel Ladevolumen bietet keine der beiden Versionen (184 bis 964 Liter), wobei der Fünftürer auf den Vordersitzen und auf der Rückbank akzeptable Platzverhältnisse bietet. Der Federungskomfort ist auch eher typisch für einen Geländewagen, der permanente Allradantrieb gehört stets zum Serienpaket.

Die volle Geländetauglichkeit bekommt man indes nur mit den größeren Benzinern (2,0 und 2,4 Liter Hubraum) oder dem 1,9-Liter-Diesel. Die Leistung betrug 103 kW/140 PS, 122 kW/166 PS und beim Diesel 95 kW/129 PS. Der kleine 1,6-Liter-Ottomotor mit 69 kW/94 PS kommt ohne sperrbares Mitteldifferential und ohne Geländeuntersetzung. Einen besonderen Höhepunkt bot Suzuki zwischen 2008 und 2010 mit dem Sondermodell "20 Jahre" an. Es verfügte über 171 kW/232 PS aus einem V6-Benziner mit 3,2 Litern Hubraum.

Rund 5000 Euro müssen Interessenten laut Schwacke für einen dreitürigen Grand Vitara 1.9 DDiS Club von 2005 mit etwa 174 200 Kilometern Laufleistung einkalkulieren. Der Fünftürer kostet etwa 900 Euro mehr. Wer es jünger mag, bekommt dasselbe Modell in der Comfort-Ausstattung von 2010 für etwa 11 000 Euro, für den Fünftürer sind dann mindestens rund 12 950 Euro zu zahlen (96 200 Kilometer).

Der kleine Benziner 1.6 Club kostet laut der Schwacke-Liste etwa 6000 Euro, wenn er von 2006 stammt, drei Türen hat und etwa 117 200 Kilometer gelaufen ist. Die Version Grand Vitara 2.4 Comfort von 2010 wird mit 9900 Euro gelistet (69 200 Kilometer). Für den Grand Vitara 2.0 Comfort Limited von 2009 werden laut Schwacke 10 650 Euro fällig (81 200 Kilometer).

dpa

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